Erstellt von Corinna Widi, 15.06.2010

Mit von der Partie waren Joachim Ehrenhöfer von der Österreich Werbung sowie Frau Zangemeister und Frau Michel von der deutschen Presse. Auch ich hatte das Vergnügen für Österreichs Wanderdörfer an der abenteuerlichen Tour teilzunehmen, die ein völlig neues Wandererlebnis mit sich brachte. Anfangs noch vorsichtig von Stein zu Stein hüpfend, folgte bereits nach wenigen Minuten unweigerlich der erste Fehltritt mitten in das klare Wasser des Feistritzbaches. Die über den Knöchel reichenden Wanderschuhe voll mit Wasser fühlten sich jedoch dank der hohen Temperaturen erstaunlich angenehm an. Von diesem Moment war jegliche Scheu vor nassen Füßen überwunden. Die Herausforderung einen anderen Weg als Wanderführer Charly zu wählen, brachte nicht nur die Erkenntnis, dass wie das Sprichwort besagt: „viele Wege nach Rom führen“ sonder auch, dass kurze Hosen und hohe Brennnessel eine überaus schlechte Kombination sind. Zurück also bis zu den Knien ins kalte Wasser um das Kribbeln und Brennen in den Beinen zu lindern (dafür werde ich die nächsten 20 Jahre vermutlich weder an Gicht noch an Rheuma erkranken).

Kletterpassagen über Felsblöcke und meterhohe Klausen machten den letzten Teil der Tour zur Herausforderung. Da galt es schon mächtig aufzupassen welcher Felsen nicht rutscht und welches Holz fest genug verankert war um sich daran hochzuziehen. Die Belohnung nach gut zwei Stunden quer durch die Wildnis – ein idyllischer Wasserfall weitab von jeglicher Zivilisation. Über eine steile Böschung quer durch den Wald gelangten wir schließlich auf eine Forststraße wo uns Gastwirt Gerhard Weißensteiner vom Gasthaus Lindner aus Soboth erwartete. Zerkratzt, nass aber euphorisch – dank der vielen Erlebnisse im Lauf der Wanderung -schmeckte danach das reichliche Mittagessen doppelt gut.

Resümee – keine Tour für Angsthasen und Wasserscheue, strapazierfähige Kleidung ist gefragt, Geschick und Mut ist Voraussetzung die mit einem hohen Spaßfaktor belohnt wird.