Wilder Kaiser
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Wilder Kaiser

3-Tages-Hüttenwanderung am Wilden Kaiser

Die landschaftlich eindrucksvolle Trekkingtour auf der Südseite des Wilden Kaisers kann von Ende Mai und bis Ende Oktober gemacht werden.

Der Wilde Kaiser ist eines der spektakulärsten Bergmassive der Alpen. Das Naturschutzgebiet des Wilden Kaisers zählt mit seinen schroffen Felsen und grünen Flanken zu den schönsten Wander- und Klettergebieten Tirols.

Auf der dreitägigen Hüttenwanderung passieren Wanderer die schönsten Plätzen an der Südseite des Kaisergebirges. Die Kaiserdurchquerung führt vom Naturbadesee in Going über den Wilder-Kaiser-Steig zur Gruttenhütte, am zweiten Tag über den Adlerweg bis zum Hintersteiner See und zuletzt über die Walleralm oder den Gipfel des Scheffauer wieder ins Tal. Dank der südlichen Ausrichtung und moderaten Höhenlage kann die Tour bereits ab Ende Mai bis Ende Oktober begangen werden.

Preis pro Person ab 60 €

Dauer: 3 Tage

Gültig von 30. Mai 2013
bis 26.Oktober 2013

Info & Buchung beim Anbieter

Tag 1: Gestartet wird die dreitägige Wanderung von Hütte zu Hütte beim Goinger Badesee (750m), einem der schönsten Naturbadeseen Tirols, wo auch das Auto gebührenfrei geparkt werden kann. Vom See aus geht es zum Parkplatz Aschau und auf einem Forstweg bis zur urigen Graspoint Niederalm (1.075m). Kurz vor der Oberen Regalm (1.313m) lichtet sich der Wald und man hat einen ersten sensationellen Blick auf die Kitzbüheler Alpen: die weißen Spitzen von Kitzsteinhorn, Großglockner und Großvenediger leuchten im Süden. Im Norden scheinen die mächtigen Felswände der Ackerl- und Maukspitze zum Greifen nahe. Wer auf der Oberen Regalm bei Wirtin Anni Foidl einkehrt, was nur zu empfehlen ist, sollte unbedingt das hausgemachte Bauernbrot mit ebenfalls selbstgemachtem Aufstrich probieren. Anni gibt auch gerne Auskünfte über den Verlauf des weiteren Weges. Auf der ersten Etappe des Adlerwegs, einem Weitwanderweg mit 126 Etappen quer durch Tirol, geht es weiter bis zum Baumgartnerkopf (1.572m). Wanderführer nennen den Baumgartnerkopf einen „Hot Spot“ - ein Foto ist hier sehr zu empfehlen. Über den aussichtsreichen Wilder-Kaiser-Steig und den anspruchsvolleren Jubiläumssteig (Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich) erreicht man die auf 1.600 Meter gelegene Gruttenhütte. Die Gruttenhütte ist die höchstgelegene Hütte im Wilden Kaiser und der Treffpunkt für Bergsteiger und Kletterer. Hüttenwirt Ernst ist eine wahre Institution, besonders zu empfehlen ist sein selbstgemachter Schweinsbraten direkt aus dem Holzofen. Eine Übernachtung kostet 20 Euro (16 Euro im Lager), Alpenvereinsmitglieder zahlen die Hälfte. Alternative: Wer möchte, kann ab dem Baumgartnerkopf weiter auf dem Adlerweg in Richtung Gaudeamushütte (1.276m) absteigen und dort übernachten (Lager oder Betten). Für weniger geübte Wanderer ist das sicher die angenehmere Variante. Die hausgemachten Knödelvariationen (Kasspressknödel, Spinatknödel) sowie die Kuchen von Wirtin Anni sollte man sich nicht entgehen lassen. Am nächsten Tag führt die Wanderung zuerst zum Ellmauer Steinkreis, einem energetischen in sich geschlossenem Naturkraftfeld. Beim Krumbachegg trifft man auf den Wilder-Kaiser-Steig und damit auf den Originalweg zum Hintersteiner See.

Tag 2: Auf der Gruttenhütte (1.600m) lohnt sich frühes Aufstehen. Wenn die Sonne hinter den Loferer Steinbergen aufgeht, die Wände des Wilden Kaisers in ein weiches Licht taucht und man die Welt im Tal erwachen sieht, fühlt man sich wahrlich erhaben. Mit der Sonne im Rücken führt der Wilder-Kaiser-Steig von der Gruttenhütte nun entlang des Fußes von Tuxeck und Treffauer bis in die romantische Gegend rund um die Kaiser Hochalm (1.417m). Latschen und Blumenwiesen geben ein harmonisches Bild, von Mitte Juni bis Mitte Juli blüht hier der Almrausch. Der Hüttenwirt der bewirtschafteten Steiner Hochalm (1.257m) ist für seine Musikalität bekannt und gibt oft unaufgefordert ein Ständchen zum Besten. In jeden Fall aber empfiehlt sich an diesem romantischen Ort eine Rast, denn bis zum Hintersteiner See (880m), dem Ziel des zweiten Tages, ist es nicht mehr weit. Der Berggasthof-Pension Bärnstatt und das am Ostufer gelegene Seestüberl sind empfehlenswerte Quartiere. Wer noch die Kraft für ein paar Kilometer in den Beinen hat, sollte nach einem erfrischenden Bad südlich des Sees zum Gasthof Mair, zur Pension Hagenhof oder zum Bauernhof Goingstätt wandern. Die Spiegellung des abendlichen Wilden Kaisers im kristallklaren Hintersteiner See ist ein Bild mit dem man Fotowettbewerbe gewinnt.

Tag 3: Der dritte Tag führt vom Gasthof Mair direkt zur Stöfflhütte und zur Walleralm (1.171m). Ein Geheimtipp ist das selbst gebraute Bier der Stöfflhütte, das ausgezeichnet zur guten Brettljause passt. Ein kurzer Abstecher auf den Kreuzbichl (1.206m) wird mit einem Panoramablick vom Inntal bis zu den Kitzbüheler Alpen belohnt. Von der Walleralm führt der Weg am Wilder-Kaiser-Steig Richtung Osten zur bereits bekannten Steiner Hochalm (1.257m). Nach einer letzten Rast auf der Hinterschiesslingeralm (1.020m) geht es durch die Rehbachklamm ins Zentrum von Scheffau. Der kostenlose KaiserJet bringt die Wanderer wieder zurück zum Ausgangspunkt am Naturbadesee in Going. Alternative: Trittsichere und schwindelfreie Wanderer können den letzen Tag mit einem Gipfelsieg am Scheffauer, mit 2.111 Meter der höchste Gipfel im westlichen Teil des Kaisergebirges, krönen. Der 1.250 Meter Aufstieg dauert etwa 2,5 Stunden. Von der Steiner Hochalm führt ein Pfad zuerst durch Laubwald, große Lichtungen und freies Almgelände, dann durch steile Latschenfelder und Felsgelände dem Gipfel entgegen. Der Abstieg erfolgt über dieselbe Route und ab der Steiner Hochalm wie bei der Normalvariante.

Preisangaben:

Preis pro Person - Hütte
Frühstück 60 €

Gültig von 30.Mai bis 26.Oktober

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