Impressionen des Wanderwegs



Ein eindrucksvoller "Kurz-Fernwanderweg" rund um den Naturpark Dobratsch.


 Regionaler Wanderweg
 medium-elevationprofile
  • Tourlänge: 72.15 km
  • Zeit: 21 Stunden
  • Startpunkt:
    Villach Warmbad
  • Aufstieg: 2736 m
  • Abstieg: 2737 m
  • Niedrigster Punkt: 500 m
  • Höchster Punkt: 1035 m

Die Karte Übersicht über Ihren Weg



Wegbeschreibung Alle Informationen hier gesammelt


Der Dobratsch ist in vielerlei Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Er stellt nicht nur das größte Bergsturzgebiet der Ostalpen und damit den Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere dar, sondern ist auch das Gravitationszentrum einer geschichtsträchtigen Region, die sich durch besonderen kulturellen Reichtum auszeichnet. Am Schnittpunkt dreier Kulturen gelegen, umgibt ihn eine lebhaft gegliederte Tallandschaft, deren eigenwilliger Charakter und besondere Atmosphäre sich am besten beim Wandern erschließen. Der vom Naturpark Dobratsch und den Naturpark Gemeinden angelegte Rundwanderweg verbindet so viele unterschiedliche Naturräume und Kulturlandschaften, dass er kaum abwechslungsreicher sein könnte. Trotz des geringen Radius' von kaum zehn Kilometern ändert sich ständig das Bild. Zur wunderbaren Natur bietet die Zivilisation ein spannendes Kontrastprogramm; Zeugnisse der Geschichte begegnen einem auf Schritt und Tritt. Höhepunkte der Zeitreise sind Ortschaften mit bedeutenden Kulturdenkmälern und historischen Häuserbeständen. Dazu kommen Spuren zeitgenössischer Kunst und reizvolle Schöpfungen der Alltagskultur. Auch das gastronomische Angebot lässt wenig zu wünschen übrig. Alle Etappenorte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (drei davon mit der Eisenbahn), woraus sich mehrere Variations- und Abkürzungsmöglichkeiten ergeben. So erfüllt der Dobratsch-Rundwanderweg alle Voraussetzungen für eine kurze Weitwanderung, die einem in bester Erinnerung bleiben wird.


1. Etappe: Wanderung von Warmbad Villach nach Bad Bleiberg
Die erste Etappe des Rundwanderweges führt von der Peripherie der Stadt in die stillen Berghänge des Dobratsch und von dort in das abgelegene Bleiberger Hochtal. Die  Fußreisenden kommen dabei nicht nur in den Genuss einer fast unversehrten Landschaft, sondern gewinnen zugleich erste Einblicke in die reiche Kulturgeschichte des Villacher Hausberges. Bereits im ersten Abschnitt erwarten die Wanderer mehrere Sehenswürdigkeiten, darunter zwei Karsthöhlen sowie der Tscheltschnigkogel mit den Resten einer spätantiken Siedlung. Von hier folgt man einem alten Saumpfad an die Nordseite des Dobratsch, wo der Hundsmarhof zur Einkehr lädt. Im sonnigen Heiligengeist öffnet sich der Blick auf Villach. Einen Stock tiefer wandert man im romantischen Weißenbachgraben nach Hüttendorf,der ehemaligen Knappensiedlung im Schatten des Berges. Hier betritt man eine Welt für sich, die jahrhundertelang vom Bergbau geprägt wurde und ihren Reiz nicht zuletzt aus der eigenwilligen Architektur bezieht. Spätestens in Bad Bleiberg, dem Tagesziel, wird man ihren besonderen Charakter erkennen und dem herben Charme der Gegend erliegen.

2. Etappe: Wanderung von Bad Bleiberg nach Nötsch
Am zweiten Tag wechselt man von der Nordseite des Dobratsch ins Untere Gailtal und durchschreitet dabei ganz unterschiedliche Landschaften. Steht der erste Abschnitt noch im  Zeichen des Bergbaues, gelangt man bald in bäuerliche Gefilde, um schließlich in den schattigen Nötschgraben abzusteigen, an dessen Ausgang sich der freundliche Zielort befindet.
Den ersten Höhepunkt erlebt man gleich zu Beginn, indem man einem spektakulären Stollenwanderweg folgt, der teilweise in den Fels gehauen wurde und sich wunderbar in die Landschaft fügt. Stattliche Gehöfte und saftige Wiesen mit Aussicht auf den Dobratsch bieten sich rund um den Erlachgraben. Noch prächtiger ist das Panorama bei der Fischerhube, einem verlassenen Bergbauernhof mit Blick auf die südliche Alpenkette. Von hier schraubt man sich durch den Wald in einen stilles Tal, an dessen Grund man von einem Bach bis Nötsch begleitet wird. Den würdigen Abschluss bildet der Rundgang im Ort, bei dem man nicht nur auf den Spuren der Nötscher Maler wandelt, sondern auch einen der schönsten Dorfplätze des Landes kennenlernt.

3. Etappe: Wanderung von Nötsch nach Arnoldstein
Am dritten Tag lässt man das Gravitationsfeld des Dobratsch hinter sich und klappert im Halbstundentakt ein heimeliges Dorf nach dem anderen ab. Obwohl man sich dabei fast ausschließlich in besiedeltem Gebiet bewegt, ist  man immer umgeben von einer traumhaften Landschaft. Erste Station ist Feistritz im Gailtal, wo ein engagierter Kulturwirt zur Einkehr lädt und sich die Pfarrkirche wie im Bilderbuch über das Dorf erhebt. Eine romantische Holzbrücke liegt auf dem Weg nach Achomitz, dessen Dorfplatz zu den ursprünglichsten der Region zählt. Ebenso freundlich präsentiert sich Göriach, das sich auf einen Hügel zurückgezogen hat und mit einem weiteren Gasthof lockt. Nach einer kurzen Durststrecke im Bereich der Bundesstraße gelangt man erneut in sanftes Hügelland und genießt den Blick auf die 1.600 m hohe Steilwand des Dobratsch. Ein markantes Zeichen setzt die mächtige Kirche
von Hohenthurn. Im letzten Abschnitt wird die Idylle von den spröden Reizen eines alten Industrieortes abgelöst. Wegmarken sind der denkmalgeschütze Schrotturm von Gailitz, die  aufwändig renovierte Klosterruine von Arnoldstein und – zuguterletzt – dessen historisches Zentrum.

4. Etappe: Wanderung von Arnoldstein nach Warmbad-Villach
Auf der letzten Etappe des Dobratsch-Rundwanderweges ist das Naturerlebnis aufgrund der Nähe zur Autobahn nicht ungetrübt. Über den gelegentlichen Verkehrslärm trösten jedoch die einzigartige Landschaft des Bergsturzgebietes Schütt sowie das wunderbare Finale auf dem Römerweg bei Warmbad Villach hinweg. Von Arnoldstein ist es nicht weit zum schönen
Blockwald am Fuße des Dobratsch, wo an der Gail die Kühe weiden und eine gemütliche Almwirtschaft offen hält. Weiße Sandbänke säumen den Fluss, geschliffene Felsen ragen aus dem türkisgrünen Wasser. Zwei Naturjuwele erwarten die Wanderer nahe der Ortschaft Oberschütt. Es sind dies die sumpfige Gladiolenwiese sowie die Magerwiese namens Weinitzen, beide streng geschützt und von ganz unterschiedlicher Blumenpracht. In Federaun, das man auf einem bequemen Uferweg erreicht, zeugt eine verwunschene Burgruine von der einstigen Bedeutung des Ortes. Hier beginnt der Römerweg, dessen besondere Aura einen sofort gefangen nimmt. Das gilt auch für die Studenca, eine Karstquelle, die sich – zur entsprechenden Jahreszeit – rauschend aus dem Fels ergießt. Kein schönerer Ort, eine viertägige Wanderung mit einem kühlen Fußbad zu beschließen!


Zusätzliche Informationen und Anreise Was gibt es und wie komme ich dort hin?


  • Ausrüstung:

    Bergschuhe mit Profilsohle, Rucksack, Funktionswäsche, Regenbekleidung, Wanderstöcke, Essen und Trinken, Kartenmaterial, Erste Hilfe, Handy

  • Anreise:

    Das Thermenresort Warmbad ist über die Tauernautobahn (A10), die Südautobahn (A2) in Richtung Italien (Abfahrt Warmbad-Villach) und die Warmbader Allee zu erreichen.

  •  Region Villach Tourismus

     +43 4242 42000

     www.region-villach.at

     

  • Geheimtipp:

    Zur Online-Tourplanung: https://www.bookyourtrail.com/trail/dobratsch-rundwanderweg 

    Kontakt Trail Info- & Buchungscenter

    Tel.: ++43 (0) 4782 93093

    Mail: info@bookyourtrail.com

     

    Die besten Unterkünfte findet man auch auf  www.region-villach.at!

  • Quelle: Region Villach Tourismus GmbH
  • Autor: Region Villach

Anreisemöglichkeiten

  • Parkmöglichkeiten

    Bei der Kärnten Therme gibt es ausreichend kostenpflichtige Parkplätze. In der näheren Umgebung gibt es aber auch Gratisparkplätze.

     

  • Öffentliche Verkehrsmittel

    Warmbad-Villach ist in regelmäßigen Abständen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
    Hier geht es zur Fahrplanauskunft!


Über die Region Alle Angebote auf einen Blick



Sicherheitsrichtlinien Für alle Fälle


ACHTUNG!!!

Auf der 2. Etappe des Dobratsch Rundwanderweges ist der Abschnitt "Weissenbachgraben" aufgrund von Murenabgängen und Windbruch nur erschwert und auf eigene Gefahr passierbar! Es wurde ein Umleitung nach dem Hundsmarhof und noch vor dem Parkplatz Heiligengeist ausgeschildert!


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