Impressionen des Wanderwegs



 

„Erwandern“ Sie den Steig, den die Bergknappen bereits vom 16. bis in das späte 19. Jahrhundert benutzten, um das in den Stollen auf der Wölch unter unvorstellbaren körperlichen Strapazen gewonnene Roherz zum Hochofen „Hammer“ zu bringen.


 Themenweg
 medium-elevationprofile
  • Tourlänge: 12.22 km
  • Zeit: 4.3 Stunden
  • Startpunkt:
    Hammer Hochofen
  • Aufstieg: 629 m
  • Abstieg: 629 m
  • Niedrigster Punkt: 503 m
  • Höchster Punkt: 937 m

Die Karte Übersicht über Ihren Weg



Wegbeschreibung Alle Informationen hier gesammelt


Geschichtlicher Überblick des Erzabbaues und der Eisenverarbeitung in Frantschach-St. Gertraud:

Die ersten urkundlichen Hinweise auf einen Erzabbau auf der Wölch gibt es in einem von Erzbischof Odalbert von Salzburg ausgestellten Vertrag vom 27. Juni 931. Die Eisenerze aus diesem Bergbau wurden ursprünglich im Prössinggraben verhüttet, denn erst Ende des siebzehnten Jahrhunderts errichtete man in St. Gertraud einen Hochofen (Floßofen).
 
Schmelzanlage in „Hammer“ um 1800:

Die erste Hochblüte des Erzabbaues, der Eisenverhüttung und der Hammerwerke fiel in die Zeit von 1007 bis 1759, als das Hochstift Bamberg Grund- u. Lehensherr der ganzen Region war. Sogar in der Fraß stand ein „Hammer“. Weitere Eisenhammer wurden in Raum Frantschach-St. Gertraud zu beiden Seiten der Lavant errichtet. Der „Frantschachhammer“ auf dem Gelände der heutigen Zellstoff- und Papierfabrik ist seit 1525 nachweisbar. Den Rohstoff lieferte weiterhin der Bergbau in Wölch, wo in der Blütezeit der Eisenverarbeitung bis zu 10 Stollen in Betrieb waren.
Die Eisenwerke in Frantschach und St. Gertraud fielen 1759 mit ihrem Kauf aller bambergischen Besitzungen in Kärnten an "Kaiserin" Maria Theresia. Die Werksanlagen wurden ständig erweitert und die Produktionsvielfalt der momentanen Nachfrage angepasst. So wurden im Frantschacher Werk während der Napoleonischen Kriege Artilleriezugeisen hergestellt, das Werk in St. Gertraud goss Kanonenkugeln. Im Jahre 1825 übernahmen die Brüder von Rosthorn die Betriebe, welche sie nach modernen Erkenntnisse umgestalteten. Der Hammer wich dem Walzwerk und das energiesparende „Puddlingverfahren“ (beständiges Umrühren des geschmolzenen Roheisens) ersetzte die alten Frischfeuer. Schwerpunktmäßig wurden nun hochwertige Eisenbahnschienen erzeugt. Nach dem Ausscheiden der Brüder von Rosthorn aus der von ihnen gegründeten Wolfsberger Eisenwerksgesellschaft, erwarb Graf Hugo von Donnersmarck 1846 die Eisenwerke in Frantschach und St. Gertraud. Dieser ließ den nicht mehr zeitgemäßen Hochofen aus dem 17. Jahrhundert durch eine neue, viel größere Schmelzanlage ersetzen. Der Hochofen, wurde wie auch das Schloss Wolfsberg im tudorgotischen Baustil errichtet und nahm im Juni 1848 die Roheisenproduktion auf. Dieser heute noch gut erhaltene Hochofen ist das heutige Wahrzeichen der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud und wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt.
 Die Verlegung des Henckel von Donnersmarck`schen Stahl- und Walzwerkes nach Zeltweg im Jahre 1851, die Unrentabilität veralteter Verarbeitungstechnologien und der allgemeine Konjukturniedergang in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts waren Grund genug, die Eisenwerke in Frantschach-St. Gertraud im Jahre 1878 endgültig zu schließen. 


Ausgangspunkt der Wanderung ist der ehemalige Hammer-Hochofen. Der Wanderweg führt entlang der Hinterwölcherstraße vorbei beim vlg. „Mix“ in Richtung vlg. „Unterer Steinbauer“. Im Bereich des sog. „Kraftplatzes“ haben Sie die Möglichkeit einer ersten Rast an einem idyllischen Bach. Unweit des „Kraftplatzes“ nach ca.100 m erfolgt links die Abzweigung (Hinweistafel) zum Erzwanderweg 2. Der Erzwanderweg 1 führt weiter geradeaus, vorbei beim vlg. „Ofenbauer“ durch den „Hecherwald“ bis zur ehemaligen Materialabwurframpe zum Bergwerkszentrum Hinterwölch mit dem „Anton-Stollen“ und der Barbarakapelle. Bei der aus dem 18. Jahrhundert stammenden restaurierten Barbarakapelle, haben Sie die Möglichkeit eine Rast einzulegen und innezuhalten. Weiter geht es über einen Forstweg in mehreren Serpentinen bergauf zum „Konradkogel“ (929 m Seehöhe). Der Wanderweg führt entlang des Konradkogels auf ca. 800 m Seehöhe vorbei am „Benedicti-Stollen" bis  zum vlg. „Waldbauer“ . Bei der Abzweigung zur Hofeinfahrt vlg. „Waldbauer“ mündet der Erzwanderweg 2 wieder in die Route 1 ein. Weiter geht es vorbei beim „Jodl am Eck“ und „Hennereck“ in Richtung "Gasthof-Pension Kleinhenner“. Nach einer zünftigen Einkehr beim „Kleinhenner“ geht es wieder talwärts durch wunderschöne Waldwege vorbei beim Bienenhof vlg. „Michelbauer“ zum Ausgangspunkt in St. Gertraud.


Zusätzliche Informationen und Anreise Was gibt es und wie komme ich dort hin?


  • Ausrüstung: Wander oder Sportschuhe, Regenbekleidung, Fotoapparat.
  • Anreise: A2 Südautobahn Abfahrt Wolfsberg Nord - links abbiegen nach Frantschach-St. Gertraud (ca. 2 km).

    Oder über Obdach - B78 und B70

  • www.region-lavanttal.at

    www.frantschach.gv.at

     

  • Geheimtipp: Im Gemeindegebiet von Frantschach-St.Gertraud liegt liegt das Wintersportgebiet "Weinebene". Das familienfreundliche Skigebiet bietet Spaß für alle Altersgruppen.
  • Quelle: RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH
  • Autor: Schober Erich

Anreisemöglichkeiten

  • Parkmöglichkeiten
    Im Ort Frantschach St.Gertraud

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