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Vor langer, langer Zeit gab es in St. Lambrecht einen kleinen Jungen. Natürlich war es kein normales Kind, sonst würden über ihn ja keine Geschichten geschrieben werden. Er war besonders begabt und konnte in die Zukunft schauen.

Vor langer, langer Zeit gab es in St. Lambrecht einen kleinen Jungen. Natürlich war es kein normales Kind, sonst würden über ihn ja keine Geschichten geschrieben werden. Er war besonders begabt und konnte in die Zukunft schauen.

Normalerweise geht das ja nicht und niemand weiß genau, was morgen oder nächste Woche passiert. Jeder Tag ist für uns eine neue Überraschung. Stefan, so hieß der Junge, konnte das so auch nicht, aber er hatte Vorahnungen im Kopf, die sich dann später im wirklichen Leben wiederholten. Er war im Kindergartenalter und wusste selber noch nicht genau, was alles in ihm steckte. Aber viele Jahre später, als die Geschichte aufgeschrieben wurde, merkten die St. Lambrechter erst, was für ein besonderer Mensch Stefan gewesen war.

Eines Tages zeichnete Stefan zuhause einen blinden Menschen. Einfach so, er zeichnete einen Menschen ohne Augen. „Wie kommst du denn drauf?“, fragte seine Mutter, „alle Menschen haben doch Augen.“ „Nein“, sagte Stefan, „es gibt Menschen, die nicht sehen können, oder Menschen, die nur wenig sehen können. Das haben wir im Kindergarten gelernt.“ „Stimmt“, sagte die Mutter, „daran habe ich nicht gedacht. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie das ist, wenn man nichts sieht. Ich würde dann meine wunderschönen Blumen im Garten auch nicht sehen.“

Stefan überlegte ein wenig und ging hinaus, wo seine Mutter die vielen Blumen gepflanzt hatte. Er stellte sich mitten in den Garten, machte seine Augen zu und drehte sich langsam. Als er von der Sonne abgewendet stand, war es tatsächlich dunkel, zur Sonne hin wurde es rötlich. Er versuchte die Augenlider langsam zu öffnen. Erst sah er nur wenig und dann einen Streifen. Allmählich erkannte er den Garten mit seinen vielen Pflanzen und Farben, Blüten und Bäumen, Bienen und Regenwürmern.

Die Mutter sah Stefan vom Küchenfenster aus zu und ging zu ihm in den Garten. „Es ist die Sonne“, sagte sie, „das Licht der Sonne macht die schönen Farben. Das Licht der Sonne und unsere Augen zusammen machen, dass wir die Welt so sehen wie sie ist.“

Es wurde Abend, Stefan lag im Bett und ließ sich alles noch einmal durch den Kopf gehen. In dieser Nacht träumte er von einem großen Garten, mit einer Mauer umgeben. In der Mitte des Gartens stand ein Pavillon. Es war aber dunkel im Garten und von den Farben war gar nichts zu sehen. Er erinnerte sich an den blinden Menschen den er gestern gezeichnet hatte. Da bastelte sich Stefan im Traum eine große goldene Sonne und stellte sie oben auf den Pavillon. Er sagte: „Diese Sonne soll so hell leuchten für alle Menschen, die die Schönheit im Leben nicht sehen können.“
Viele Jahre später wurde dann dieser Garten gebaut. Niemand hatte von Stefans Traum gewusst. Aber er wurde wahr in all seinen Details. Heute arbeiten hier Menschen, die es ein wenig schwerer haben im Leben als andere und die goldene Sonne leuchtet für sie und für jeden, der die Schönheit des Gartens sehen will.

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