Im Schutze der mächtigen Madrisa, einem bezaubernden Giganten der Montafoner Bergwelt, erstreckt sich die schweizerisch-österreichische Grenzlandschaft. Ganz tief in ihr, nahezu am Ende der Welt, liegt ein idyllisches Dorf, das so manche fesselnde Geschichte zu erzählen weiß. Getrieben von Hunger und Not lieferten sich die tollkühnen Männer und Frauen aus Gargellen ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel mit den strengen Zöllnern in der Region und sicherten mit ihren Schmugglertätigkeiten das Überleben ihrer Lieben in einer kargen Landschaft.

Friedrich JuenStammt aus einer „Schmuggler-Dynastie“.

Das Thema Schmuggeln bietet sich für ein Wander- u. Bergerlebnis in besonderer Weise an, hat es doch einen konkreten historischen Bezug in der Region.


...das erwartet Sie



Verworrene Pfade und geheimnisvolle Geschäfte

Wunderschön doch wenig ertragreich, so präsentierte sich das österreichische Grenzgebiet im Montafon in längst vergangenen Tagen. Seine Bewohner wurden von Armut und Elend geplagt. Sehnsüchtig blickten Sie über die Grenze zu Ihren Nachbarn, die in einem Land des scheinbaren Überflusses aus dem Vollen schöpfen konnten. Doch Not macht erfinderisch und so entwickelten sie einen gewitzten Plan, wie auch für sie ein Stück von dem Glück und dem Reichtum jenseits des Berges abfallen konnte. Sie schnallten sich ihre hölzernen Buckelkraxn, die Vorgänger der heutigen Rucksäcke, um, beluden sie mit kostbaren und lebensnotwendigen Gütern und schoben diese im Geheimen zwischen den beiden Ländern hin und her.

Zöllner gegen Schmuggler – ein abenteuerliches Duell

Auf den verschlungenen Pfaden und felsigen Gipfeln der Jöcher erblühte somit eine Schattenwirtschaft, die es den Menschen ermöglichte, die hungrigen Mäuler ihrer Familien zu stopfen und die sich zu einem internationalen Wirtschaftszweig auswuchs. Meist bei schlechter Sicht und Nebel machten sich die alpinen Schmuggler auf den Weg und wurden auf diese Weise auch zu immer besseren Bergsteigern. Mit allerlei schlauen Kniffen und Finten gelang es ihnen immer wieder aufs Neue, die Zollbeamten zu überlisten und ihre wertvolle Fracht sicher und unbemerkt ans Ziel zu bringen. Wo heute putzige Murmeltiere, friedliche Montafoner Steinschafe und eine leuchtende Alpenflora eine umwerfende Atmosphäre für herrliche Bergerlebnisse schaffen, kämpften seinerzeit die Schmuggler von Gargellen für eine bessere Zukunft.
Eine Erkundungstour rund um die Madrisa entführt in die faszinierende Welt der Schmuggler und ihrer cleveren Tricks.

Steinkreise bei der Madrisa Rundtour © Montafon Tourismus GmbH - Daniel Zangerl

Wo Bergbegeisterte ihre Sehnsucht stillen © Montafon Tourismus GmbH - Patrick Säly

Ankunft in dem alten Schmugglerdorf

Gemütlich, authentisch und naturnah – so begegnet die ehemalige Schmugglerhochburg Gargellen ihren heutigen Besuchern. Umgeben von der wildromantischen Bergkulisse der Madrisa, zauberhaft blühenden Alpwiesen und einer erholsamen, intakten Naturlandschaft liegt das Dorf, auf 1.423 Metern, im Innersten des Grenzgebiets zur Schweiz. Sein majestätischer Talabschluss lässt sämtliche Träume von einer unvergleichlichen Bergwelt wahr werden. Kaum zu glauben, dass hier einmal Menschen ums Überleben ringen mussten.

Ein Unterschlupf für Neoschmuggler © Montafon Tourimsus GmbH - Daniel Zangerl

Der ideale Ausgangspunkt für jede Schmugglerreise

Während die Schmuggler von damals von dem Hunger in ihren Mägen angetrieben wurden, machen sich ihre Nachkommen gestärkt von einem deliziösen Bergfrühstück des Bergrestaurants Schafberg Hüsli auf den Weg über die geschichtsträchtigen Steige ihrer Vorfahren. Auf über 2.130 Metern Seehöhe werden ihnen dafür regionale Leckerbissen, von Sura Kees über Montafoner „Brösl“ bis hin zu selbstgemachten Marmeladen, mit überwältigenden Bergpanoramen serviert.

Heute ein Idyll © Montafon Tourismus GmbH, Andreas Haller

Damals Müh` und Plag`

Das harmonische Naturerleben ist eine der großen Stärken des Montafon. Beim Betrachten der farbenfrohen Alpenflora, der friedvoll nebeneinander grasenden Montafoner Steinschafen, Gämsen und Steinböcken sowie der herzigen Murmeltieren vergisst man jedoch leicht, dass die Menschen hier früher in den Bergen unterwegs waren, um sich und ihren Familien, mit den Erlösen aus dem Schmuggelhandwerk, ein besseres Leben ermöglichen zu können. Besonders beliebt war das schieben von ungeröstetem Kaffee, der keinen verdächtigen Geruch entwickelte.

Ein steiniger Weg in das gelobte Land © Montafon Tourismus GmbH - Daniel Zangerl

Auf den Spuren der Gargellner Schmuggler

Jenseits der bequemen Patrouillenwege der Grenzer schlichen die Schmuggler, meist bei schlechter Sicht und umgeben von einer schützenden Nebelwand, entlang halsbrecherischer, verschlungener Pfade und Steige rund um das St. Antönier Joch, dem Gafiersee und das Gafierjoch. Ihre Buckelkraxen waren dabei mit bis zu 60 kg an wertvollem Schmugglgut befüllt. Deutlich gemächlicher geht es heute bei einer Rundwanderung um die Madrisa oder auf dem Schmugglerpfad zu, der 2015 mit dem Österreichischen Wandergütesiegel zertifiziert wurde.

Den Mutigen gehört die Welt © Bergbahnen Gargellen - Christoph Schoech

Die Tapferkeit der Schmuggler

Um den Zöllnern immer eine Nasenlänge voraus zu sein, nicht entdeckt zu werden und mit seiner heißen Fracht sicher ans Ziel zu gelangen, war nicht nur jede Menge Findigkeit, sondern auch eine gehörige Portion Mut erforderlich. Wer meint, es mit den wagemutigen Schmugglern aufnehmen zu können, kann auf dem anspruchsvollen VAUDE-Klettersteig auf den Gargellner Köpfen sein Können unter Beweis stellen.

Das Schmugglerdasein war kein Kinderspiel © Bergbahnen Gargellen - Christoph Schoech

Von den Schmugglern lernen

Das Versteckspiel zwischen Schmugglern und Grenzern weiß auch Kinder vortrefflich zu vergnügen. Gemeinsam mit Schmuggi Luggi erforschen sie den Themenweg Schmugglerland Gargellen und lernen auf die sanfte Tour, wie spannend, anstrengend und gefährlich das Schmugglerleben war.

Schlüsselleistung:
  • Die Touren können selbst durchgeführt werden. Auch der Ablauf kann variieren. Bei der Buchung eines Wanderhotels sind wir gerne behilflich.
Das höchste Glück, nicht erwischt zu werden
  • Entdeckungsreise in intakter Natur mit kulinarischen Erlebnissen.

5 Tage, 4 Nächte

5 Tage, von 28. Juni 2019 bis 05. Oktober 2019
Information und Buchung

Preis pro Person:
Preise individuell, je nach Zusammenstellung


Kontakt

Montafon Tourismus GmbH
Montafonerstr. 21
6780 Schruns
Tel. +43(0) 50/6686
info@montafon.at
www.montafon.at/wanderdoerfer


Katalog bestellen

Bestellen Sie kostenlos den Wanderdörferkatalog inkl. dem Gastgeberkatalog in gedruckter Form

  • 45 Wanderregionen
  • Elementare Naturerlebnisse
  • Tourentipps
  • Wanderangebote
  • Wandergastgeber
  • und viel mehr!
Jetzt bestellen