Gastein liegt wie ein versteckter Schatz, der darauf wartet jedes Jahr aufs Neue gehoben zu werden. Von Bergen umgeben ist die Region mit Naturjuwelen wie den heißen Thermalquellen gesegnet. Außerdem bietet das Tal mit seinen Seitentälern und den Hohen Tauern viel Abwechslung für Outdoor-Fans.
Auf alten Säumerpfaden fängt der Gastein Trail die gesamte Schönheit des Gasteinertales ein. In sechs Tagesetappen, auf 75 km nähert man sich entlang der Westseite des Tales den Hohen Tauern. Zwischen Wanderungen über grüne Grasberge und hochalpine Gipfel lädt die Vitalität der Bäume im Angertal zum Waldbaden ein. Entlang anregender Wanderrouten können Lebensgeister geweckt und in den Bädern der Gasteiner Thermen wieder zur Ruhe gebracht werden.

Mag. Eva IrnbergerGeschäftsführung Kur- & Tourismusverband Bad Hofgastein

Die Faszination am Wandern in Gastein? Mit jedem Schritt tanke ich ein Stück mehr von der kraftvollen Energie, die dieses Tal umgibt!


...das erwartet Sie



Auf der Suche nach Gold und Silber

Gastein Trail

#Der Gasteiner Weitwanderweg hat viel von seiner Geschichte zu erzählen. Auf den Pfaden, die wir bei unseren Wanderungen heute betreten, waren früher die Säumer unterwegs und transportierten mit ihren Lastentieren Güter über das Gebirge. Wohl auch Edelmetalle wie wir heute wissen, denn eine besonders prägende Zeit für Gastein war jene des Bergbaus. Und bereits die Kelten und die Römer sollen im Gasteinertal Stollen geschlagen haben – vor allem die Gold- und Silbervorkommen waren im größten aller Tauerntäler beträchtlich.
Die Blüte des Bergbaus fand im 14. bis Mitte des 16. Jahrhunderts statt. Bis zu einem Zehntel der damaligen Weltproduktion könnte damals hier abgebaut worden sein. Im Jahr 1557 war mit 830 kg Gold und 2700 kg Silber der Höhepunkt erreicht. Doch in einer Tonne Golderz befanden sich lediglich zwischen 2 und 12 g Gold. Die Verarbeitung dieser immensen Materialmengen erfolgte unter anderem im Angertal.
An der Stelle, wo sich heute die restaurierte Knappenwelt befindet, war im 15. Jahrhundert ein Verhüttungsplatz, um Gold und Silber zu gewinnen. Entlang des Gastein Trails können Besucher die verschiedenen Gebäude bestaunen. Im Rahmen einer Führung geben das Knappenhaus, das Bergmeisterhaus, die Schmiede und die alten Schmelzöfen Einblick in die damalige Arbeitswelt. Terminvereinbarungen für die Besichtigung unter: info@via-aurea.com.#

Knappenwelt im Angertal © Via Aurea

Etappe 1 – Drei Waller Kapelle © Gasteinertal Tourismus GmbH

Etappe 1

Das Erlebnis Gastein Trail beginnt in Dorfgastein, wo einst Kutscher und Säumer rasteten, machen sich nun Wanderer für die erste von sechs Berg-Etappen bereit. Startpunkt ist der Parkplatz der Gipfelbahn Fulseck. Nach kurzem Spaziergang durch das idyllische Bergdorf geht es mit dem Ruftaxi zum Wanderstartplatz Unterberg. Auf den Wanderwegen durch Wald und über Wiesen folgt eine Alm auf die nächste. Besonders sind die Amoser Alm mit ihren gastronomischen Schmankerln und die Stoffalm, auf welcher die alten Holzbautechniken sichtbar werden. Durch einen blickdichten Mischwald führt der Weg zum ältesten Übergang in das Gasteinertal: Die Drei Waller Kapelle rückt in Sichtweite, ein alter Wahlfahrtsort und Kraftplatz. Der einzigartige Blick auf das allseitig geschlossene Tal lässt alle Mühen vergessen und weckt die Vorfreude auf den weiteren Weg. Dieser führt geradewegs auf das Rauchkögerl und bietet mit der Aussicht auf das weitläufige Salzachtal einen beeindruckenden Kontrast zur Landschaft des Gasteinertals. Hier beginnt eine atemberaubende Höhenwanderung über sanfte Bergrücken und durch verträumte Bergurwälder. Über einen Pfad und vorbei an Moränen geht es der verborgenen Kessellandschaft und der ersten Übernachtungsmöglichkeit entgegen, die Heinrich Alm. Tipp für Gipfelstürmer: Wer abends noch ausreichend Kraft hat, sollte den 30-minütigen Aufstieg auf den Tagkopf in Angriff nehmen und auf dem Gipfel die Ruhe des Sonnenunterganges genießen.

Etappe 2 – Präau Hochalm © Gasteinertal Tourismus GmbH

Etappe 2

Nach einer erholsamen Nacht startet die zweite Etappe mit einem malerischen Ausblick auf abgeschiedene Kessellandschaften. Der erste Teil des Aufstiegs führt hoch zu der charmanten Heinreich-Kapelle und vorbei an der urigen Kokaseralm. Mit jedem Schritt gehen die Wanderer einer Ruhe entgegen, wie sie nur in der Abgeschiedenheit der Berge zu finden ist. Durch ein ausgedehntes Weidegebiet geht es begleitet von Kuhherden weiter zur bewirtschafteten Präau Hochalm. Unabhängig von Wetter und Jahreszeit ist auf diesem Abschnitt wasserdichtes Schuhwerk für das Überqueren der vielen Bäche und Flüsse besonders wichtig. Werden so manche Füße trotzdem nass, befindet sich direkt am Wegrand die „Trocken-Socken-Bank“ für eine kurze Pause. Trockenen Fußes geht es entlang eines gemütlichen Forstweges weiter durch die romantische Bergwildnis. Über die Wölfalm, die Gröbneralm und die Walchalm (unbewirtschaftet) führt der Pfad stetig aufwärts, bis ein außergewöhnlicher Blick jede Anstrengung entlohnt: Erstmals sind die Orte Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein zu sehen. Ebenfalls in Sichtweite ist das zweite Etappenziel: Die bewirtschaftete Biberalm verspricht schon aus der Ferne schöne Abendstunden mit einem unvergleichlichen Ausblick auf die anmutigen Hohen Tauern im Süden.

Etappe 3 – Hytongaweg © Gasteinertal Tourismus GmbH

Etappe 3

Weg von der Biberalm führt der erste Aufstieg der driten Etappe in einen abgeschiedenen Taleinschnitt. Kerscherhütte (nicht bewirtschaftet) und Kompberghütte lassen noch einmal die Idylle eines Bergdorfes erleben, bevor der Hytongasteig durch einen dichten Wald führt. Wenn sich der Wald wieder lichtet, sind die ersten bewirtschafteten Almen nicht weit: Fundner Heimalm und Neudegg Alm laden zu einer kurzen Rast ein. Entlang des Leidalmbaches spendet der Mischwald wohltuenden Schatten. Der Pfad zur Kleinen Scharte hält, was sein Name verspricht: Ein abgeschiedener Taleinschnitt samt uriger Bergwildnis. Von einem verborgenen Plateau geht es zum nächsten, bis schließlich die Schlossalm erreicht ist. Der fünfminütige Aufstieg zum Gipfelkreuz der Hirschkarspitze lohnt sich schon des Asblicks wegen. Anschleßend folgt der Abstieg zur Bergstation. Mit dem Hofgasteiner Haus ist das dritte Etappenziel erreicht und die Hälfte des Gastein Trails abgeschlossen.

Etappe 4 – Wandern Kreilinger Steig © Gasteinertal Tourismus GmbH

Etappe 4

Die Umgebung des Hofgasteiner Hauses sorgt für einen besonderen Start in den Tag: einzigartige Plateaulandschaften, spannende Erlebnisstationen und verborgene Felsenwesen bieten einen vollkommen anderen Blick auf das Gasteinertal. Auf der folgenden Etappe lässt man die Schlossalm hinter sich, und bewegt sich auf einem alten Verbindungsweg in Richtung der bewirtschafteten Rockfeldalm. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind für den Hermann-Kreilinger-Steig unbedingt notwendig. Der Blick auf die gegenüberliegenden Almen lässt schon aus der Ferne erahnen, was Wanderer dort erwartet: Selbst gemachter Speck, Butter und Käse. Zu sehen sind auch unzählige Heustadeln, die den Weg säumen. Mit dem Duft von frisch gemähtem Gras in der Nase geht es über saftige Bergwiesen den Gadaunerer Hochalmen entgegen. Vom urigen Almdorf bietet sich ein imposanter Blick auf die Türchlwand und die Sieben Spitz. Der darauffolgende Abstieg in Richtung Angertal führt die Wanderer durch dichte Fichtenwälder. Unten angekommen ermöglicht das Etappenziel einen Blick in die Vergangenheit: Auf dem Erzwies-Gebiet holten einst Knappen Schätze aus dem Boden. Inzwischen ist hier die Zeit des Bergbaus längst vorüber. Vom Angertal geht es mit der Buslinie 551 (Juni bis Mitte Oktober) zur Übernachtung ins lebendige Bad Hofgastein.

Etappe 5 – Zittrauer Tisch © Gasteinertal Tourismus GmbH

Etappe 5

Ausgangspunkt der fünften Etappe ist das Angertal. Von hier führt der Aufstieg entlang eines Steiges durch den dichten Bergurwald. Am Ende des Waldweges ist das erste Tagesziel bereits in Sichtweite: der Stubnerkogel. Auf dem Bergrücken geht es stetig dem Gipfel entgegen. Dort angekommen bietet der beliebteste Aussichtsberg der Region mit seinen modernen Aussichtsplattformen einen weiten Blick über die Landschaft des Tales. Für begeistertes Staunen und weiche Knie bei vielen Wanderern sorgt die 140 Meter lange Hängebrücke. Zurück auf festem Boden führt der Weg vom Stubnerkogel weiter auf den Gipfel des Zittrauer Tisches. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf diesem Abschnitt wichtig. Ein überwältigender Rundumblick mit 360°-Panorama und einer fantastischen Aussicht auf das gesamte Gasteinertal belohnt die bisherigen Mühen. Der anschließende Abstieg nach Sportgastein bietet Aussichtspunkte auf die Planstadt Böcksein, den Heilstollen, den Radhausberg sowie das Erzwies-Gebiet samt Erzwies-See. Danach führt ein Pfad in Richtung Miesbichlscharte und zu den Bockhartseen. Die bewirtschafteten Bockhartseehütte lädt zu einer Rast ein. Die alten Knappenhäuser, der Impfstollen, der Gletscherschliff und die Quartzadern entlang des Weges sind Zeichen einer glanzvollen Bergbau-Vergangenheit und schließlich heißt der Talboden Nassfeld übernachtende Wanderer im Nationalpark Hohe Tauern willkommen.

Etappe 6 – Wasserfall © Gasteinertal Tourismus GmbH

Etappe 6

Mit einem Blick auf die vielen Almen lässt man den Ausgangspunkt der Etappe 6, den Talboden Nassfeld, und damit den Nationalpark hinter sich. Vorbei an tosenden Naturschauspielen wie dem Bärenfall, Schleierfall und Kesselfall bewegen wir uns in Richtung Böckstein. Über die Russen Brücke – benannt nach den russischen Kriegsgefangenen, von denen sie errichtet wurde – geht es weiter zu den bewirtschafteten Astenalmen, die zu den ältesten des Gasteinertales gehören. Nach einer gemütlichen Einkehr führt der Themenweg des Gasteiner Heilstollens vorbei an einer früheren Schmelzhütte und dem Pulverturm von Altböckstein. Was einst hätte eine Stadt werden sollen, ist heute ein architektonisches Juwel aus lang vergangenen Tagen: die Planstadt Böckstein. Das Montanmuseum, der Weltausstellungsbrunnen sowie das Jagdschloss Cernin machen diese zu einer prächtigen Sehenswürdigkeit. Entlang der Kaiserin-Elisabeth-Promenade wandert man schließlich leichten Fußes nach Bad Gastein, wo die imponierenden Belle Époche Gebäude und der eindrucksvolle Gasteiner Wasserfall warten.

Das heilsame Thermalwasser der Region lockte einst Kaiser und Fürsten und machte das Gasteinertal zum Inbegriff der Sommerfrische. An der Elisabethquelle, einem der größten Thermalwasserbestände und dem Dunstbad sowie der Preimskirche vorbei, geht es zur Kaiser-Wilhelm-Promenade. Der Gasteiner Höhenweg ist schließlich der letzte Streckenabschnitt für Wanderer auf der sechsten Etappe des Gastein Trails. Auf dem Rückweg nach Bad Hofgastein bietet die Gadaunerer Schlucht mit ihrem Wasserfall und den schroffen Felswänden ein eindrucksvolles Fotomotiv. Und schließlich lädt Bad Hofgastein mit seinem von Leben erfüllten Ortszentrum noch einmal zum Verweilen ein – der krönende Abschluss der sechstägigen Wanderung. Der Rücktransport an den Ausgangspunkt erfolgt mit der Buslinie 550.

Schlüsselleistung:
  • 4 Übernachtungen im Hotel mit Halbpension
  • 3 Übernachtungen inkl. Frühstück auf ausgewählten Almhütten
  • Transfer mit Taxi und öffentlichen Bussen vom und zum Trail
  • Parkplatz für Ihr Auto während der gesamten Wanderung.
Entdecken Sie die alpine Gesundheitsregion Gastein
  • In Gastein kann der Wanderurlaub perfekt mit gesundheitsfördernden Maßnahmen kombiniert werden. Entlang der anregenden Wanderrouten können Lebensgeister geweckt und in wohltuenden Thermalbädern wieder zur Ruhe gebracht werden. Das radonhaltige Thermalwasser ist besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Atemwege und der Haut zu empfehlen.

6 Tage, 5 Nächte

6 Tage, von 16. Juni 2019 bis 16. September 2019
Information und Buchung

Preis pro Person:


Kontakt

Gasteinertal Tourismus GmbH
Tauernplatz 1
5630 Bad Hofgastein
Tel. +43(0) 6432/33930
info@gastein.com
www.gastein.com/


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