Impressionen des Wanderwegs



Eine schöne 3-Tages-Genusstour mit 2 Hüttenübernachtungen in den Schladminger Tauern. Eine Übernachtung erfolgt am Duisitzkarsee, die 2. Übernachtung an den Giglachseen. Pro Tag steht eine Etappe mit ca. 3 Stunden Gehzeit auf dem Programm.


 Fernwanderweg
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  • Tourlänge: 20.82 km
  • Zeit: 9 Stunden
  • Startpunkt:
    Wanderportal Eschachalm
  • Aufstieg: 1236 m
  • Abstieg: 1378 m
  • Niedrigster Punkt: 1062 m
  • Höchster Punkt: 2055 m

Die Karte Übersicht über Ihren Weg



Wegbeschreibung Alle Informationen hier gesammelt


Die 3-Tages-Genusstour auf der Obertaler Almenrunde ist eine herrliche Wanderung zu den Bergseen im Duisitzkar und im Giglachkar. Die Tour ist für 2 Übernachtungen ausgelegt und speziell auf Genusswanderer und Familien mit Kindern zugeschnitten. Auf der Tour und am Tagesziel genießt du die wunderschöne Berglandschaft der Schladminger Tauern im Obertal. Entlang der Wanderroute und rund um den Duisitzkarsee und die Giglachseen lässt sich so einiges entdecken. Kinder werden mit dem Element Wasser ihre Freude haben - beim Spielen an den Bachläufen oder beim Schwimmen im See. Entlang der Wanderwege gibt es zudem einige schöne Plätze zu entdecken. Heimelige Rastplätze im Wald, urige Aussichtsplätze inmitten von Latschenfeldern, Wege gesäumt von Beerensträuchern und oft jahrhunderte alte Hütten warten entlang der Obertaler Almenrunde auf dich.


Der 1. Tag - Malerisches Obertal

Die erste Etappe der 3-Tages-Genusstour auf der Obertaler Almenrunde zeigt die untschiedlichen Facetten des Obertales auf. Ausgangspunkt ist das Wanderportal Eschachalm - dieses erreichst du bequem mit dem Wanderbus - am Talschluss des Obertales. Vom schönen Almboden der Eschachalm folgst du dem Weg Nr. 774 in Richtung Neualm/Keinprechthütte. Der Weg führt dich - leicht ansteigend - durch märchenhafte Waldpassen und das Rauschen des Obertalbaches ist ein ständiger Begleiter. Für kurze Passagen wanderst du entlang der Forstraße in Richtung Neualm.

Die unbewirtschaftete Neualm liegt auf einer saftig-grünen Almwiese auf einer Seehöhe von ca. 1.650 Meter. Hier hast du dir nach ca. 1,5 Stunden Gehzeit eine Pause auf der Hüttenterrasse verdient - die Aussicht auf die umliegenden Berge ist beeindruckend. Kinder finden am nahen Bach die Möglichkeit zu spielen und sich etwas auszutoben.

Direkt nach Überquerung des Baches zweigt rechts der Weg in Richtung Duisitzkarsee ab. Dieser Wanderweg ist ein wunderschöner Wurzelsteig durch lichten Hochwald und Latschenfelder. Der Wanderweg schmiegt sich an die Berghänge des Duisitzer Hahnkampes und führt über ein leichtes bergauf und bergab in Richtung Duisitzkar. Dieser Wegabschnitt wartet mit wunderschönen Aussichtsplätzen, jahrhundertealten Bäumen und kleinen Überraschungen auf dich. Nach weiteren 1,5 Stunden ab der Neualm erreichst du schließlich den malerisch gelegenen Duisitzkarsee und dir wird schnell klar, warum dieser See eines der beliebtesten Fotomotive Österreichs ist.

Vor allem in den heißen Sommermonaten ist der tiefgrüne See eine gute Abkühlung und wird von Einheimischen und Gästen auch gerne zum Schwimmen und Plantschen genützt. Am Südufer des Sees bieten sich in der Natur viele Spielmöglichkeiten für Kinder, und auch ein abendlicher Seerundgang darf nicht im Programm fehlen. Direkt am See liegt die Fahrlechhütte, nur wenige Meter oberhalb die Duisitzkarseehütte. Jede der beiden Hütten bietet ca. 15 Personen Platz zur Übernachtung.

 

Der 2. Tag - Auf zu den Giglachseen

Gut gestärkt vom reichhaltigen Frühstück auf der Hütte startest du in den 2. Tag. Diese Tagesetappe führt dich vom Duisitzkarsee über die Ferchtlhöhe und den Murspitzsattel zu den Giglachseen.

Am Wegkreuz oberhalb des Sees zweigst du auf den Weg Nr. 775 in Richtung Giglachseen ab. Der Wanderweg führt von hier recht steil über die Flanke der Ferchtlhöhe bergauf. Zuerst geht es durch einen lichten Lärchenhochwald, nach Erreichden der Baumgrenze durch Latschen und Beerensträucher. Nach etwa 1 Stunde erreichst du den Grat der Ferchtlhöhe, wo du dir eine Pause verdient hast. Der wunderbare Ausblick zurück auf den malerisch eingebetteten Duisitzkarsee ist mehr als eine Entschädigung für den steilen Aufstieg.

Ab der Ferchtlhöhe wanderst du in leichtem bergauf und bergab weiter - vorbei am Murspitzsattel (2.013 m). Auf diesem wunderschönen hochalpinen Wegabschnitt bieten sich immer wieder fantastische Ausblicke auf den etwas tiefer gelegenen Landauersee und in Richtung Westen ins Giglachkar.

Nach etwa 1,5 Stunden erreichst du schließlich die Wegkreuzung mit dem Wanderweg Nr. 776 und nur wenige Minuten darauf das Ostufer des Unteren Giglachsees. Die Giglachseen werden umrahmt von einer beeindrucken Bergkulisse. Dabei stellen die westlich von den Seen gelegene Steirische Kalkspitze und Lungauer Kalkspitze eine geologische Besonderheit dar: die Schladminger Tauern bestehen aus sogenanntem Urgestein (Schiefer), während diese beiden Gipfel aus Kalkgestein wie eine Insel aus den übrigen Bergen ragen.

Oberhalb des Unteren Giglachsees liegt die Ignaz-Mattis-Hütte (1.986 m) - eine der beiden Übernachtungsmöglichkeiten. Die 2. Übernachtungsmöglichkeit ist die Giglachseehütte (1.956 m) - oberhalb des Oberen Giglachsees. Kinder werden wiederum vor allem beim Spielen am See und den Bachläufen viel Beschäftigung finden.

 

Der 3. Tag - Der historische Knappenweg

Nach einer erholsamen Nacht in der Hütte und einem guten Frühstück startest du den Tag am besten mit einer Umrundung der beiden Giglachseen. Vom Giglachkar führt dich die Obertaler Almenrunde am letzten Tag der 3-Tages-Genusstour nach Hopfriesen im Obertal.

Vom Ostufer des Unteren Giglachsees wanderst du ein kurzes Stück entlang des Weges vom Vortag, bis du wieder die Wegkreuzung mit dem Weg Nr. 774 erreichst. Hier zweigst du links ab und überquerst die Brücke über den Giglachbach. Durch die faszinierende Almlandschaft wanderst du entlang des Baches - vorbei an den unbewirtschafteten Giglachalmen - bis du kurz darauf das Ende eines Forstweges erreichst.

Ab hier beginnt der Weg etwas mehr zu fallen und du wanderst entlang des Forstweges in Richtung Knappenkreuz. Dieses erinnert an die rege Bergbautätigkeit in den Schladminger Tauern bis ins 19. Jahrhundert. Kurz zuvor zweigt links ein Forstweg zum Landauersee ab. Ein Abstecher zu diesem idyllisch gelegenen See ist sehr zu empfehlen.

Vom Landauersee wanderst du abwechselnd entlang des Wanderweges und der Forststraße bis zur Lackneralm. Nach der Querung des Giglachbaches wanderst du über einen schönen Wanderweg bergab Richtung Hopfriesen. Unterhalb steil aufragender Felswände hindurch führt dich die Tour anschließend über einen Hohlweg und lichten Wald bis ins Tal.

Kurz bevor du dein Ziel bei der Holdalm in Hopfriesen erreicht hast, kannst du noch einen 5-minütigen Abstecher zum historischen Nickelschmelzofen machen, der heute als Museum adaptiert ist (jeweils Mittwoch und Freitag gibt es vormittags Führungen). Vom Wanderportal Hopfriesen bei der Holdalm bringt dich der Wanderbus wieder zurück nach Rohrmoos und Schladming.


Zusätzliche Informationen und Anreise Was gibt es und wie komme ich dort hin?


  • Ausrüstung:

    Knöchelhohe Schuhe werden empfohlen.

    Ein guter Rucksack ist hilfreich und bei Routen im alpinen Gelände gehören Haube, Handschuhe, eine gute Jacke und Hose zur Grundausstattung. Gute, wasserfeste Schuhe, Sonnenbrille, Sonnenschutz und ausreichend Getränke sind wesentlich. Taschenlampe, Kartenmaterial, Messer und eine kleine Erste Hilfe Box gehören ebenfalls dazu.

  • Anreise:

    Von Schladming über die Rohrmooser Landesstraße bis zum Kreisverkehr in Rohrmoos. Von dort weiter Richtung Untertal/Obertal und in Untertal-Dorf rechts weiter ins Obertal bis zur Eschachalm und dem dortigen Wanderportal.

  • Im hinteren Obertal (ab Eschachalm) gilt seitens der Grundbesitzer ein Betretungsverbot mit Hunden.

    Tourismusinformation: www.schladming.com

    Infos über Busse und Gondelbahnen: www.planai.at

    Information zur Wanderung: www.wildewasser.at

  • Geheimtipp:

    Tipp für den 1. Tag:

    Ab Neualm ist es möglich, zusätzlich die Keinprechthütte in die Tour einzuschließen - zusätzliche benötigte Gehzeit ca. 3 Stunden.

    Tipp für den 2. Tag:

    Ab den Giglachseen kannst Du zu den Überresten einer historischen Knappenbehausung ins Vetternkar wandern - zusätzliche benötigte Gehzeit ca. 2 Stunden.

    Tipp für den 3. Tag:

    In Hopfriesen befindet sich das Nickelmuseum. Dieser letzte erhaltene Nickelschmelzofen der Ostalpen ist Mittwoch und Freitag vormittag als Museum geöffnet.

  • Quelle: Tourismusverband Schladming
  • Autor: Gerhard Pilz

Anreisemöglichkeiten

  • Parkmöglichkeiten

    Parkplätze am Wanderportal Eschachalm. Bei einer Mehrtages-Wanderung empfiehlt sich das Parken im Parkhaus WM-Park Planai (gebührenpflichtig) in Schladming und die Anreise ins Obertal per Wanderbus.

  • Öffentliche Verkehrsmittel

    Mit den Bussen der Planai-Hochwurzen-Bahnen von Schladming (Planet Planai, Lendplatz) oder Rohrmoos (Rohrmoos-Zentrum, Untertal-Dorf), zur Eschachalm im Obertal. Rückfahrt mit der selben Linie ab Hopfriesen im Obertal.


Über die Region Alle Angebote auf einen Blick



Sicherheitsrichtlinien Für alle Fälle


Wetterumstürze, rascher Temperaturabfall, Gewitter, Wind, Nebel und Schneefelder sind objektive Gefahren und erfordern das richtige Verhalten unterwegs. Hüttenwirte sind erfahrene Bergkenner, sie können gute Tipps zum Wetter und zum Wegverlauf geben. Mangelnde Ausrüstung, Selbstüberschätzung, Leichtsinn, schlechte Kondition und eine falsche Einschätzung können zu kritischen Situationen führen. Bei Gewitter: Gipfel, Kammlagen und Seilsicherungen unbedingt meiden.

GPS-Daten und Orientierungshilfen

Verfügbare GPS-Daten sind – wie auch Wanderkarten – nur eine Orientierungshilfe, da diese nie ein genaues Abbild oder den Detailreichtum eines Weges in der Wirklichkeit darstellen können. Gerade bei Gefahrenstellen muss deshalb am Ende immer anhand der Gegebenheiten vor Ort entschieden werden, ob und wie der weitere Wegverlauf aussieht.

Im Notfall bitte folgende Notrufe wählen:

  • 140 - für alpine Notfälle - österreichweit
  • 112 - Euro Notruf GSM Notrufservice

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