Die Ötztaler Wanderunterkünfte: von ihrer Liebe zur Natur und der Wichtigkeit der Regionalität und Nachhaltigkeit.



Ötztaler Köstlichkeiten nachhaltig und regional


Für meinen Mann und mich spielen regionale Produkte und Nachhaltigkeit eine große Rolle. Daher kaufen wir auch bewusst überwiegend regionale Lebensmittel und möchten so unseren Beitrag zum Erhalt unserer Erde leisten.

Da wir im Sommer gerne in den Bergen unterwegs sind, entschieden wir uns dieses Jahr bewusst unsere Ideale mit der Wanderleidenschaft zu kombinieren und einen Wanderurlaub zu buchen, bei dem wir beides miteinander vereinen können.

Nach kurzer Zeit stießen wir auf eine ganz besondere Initiative im Ötztal, die vom Naturpark Ötztal, dem Ötztal Tourismus und der Ötztaler Wanderunterkünfte ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit den Direktvermarktern aus dem Tal, werden ihre regionalen Produkte stärker in den Mittelpunkt gerückt. Die Rede ist hier von den natürlichsten Erzeugnissen aus der Region, wie Marmeladen, Honig oder Fleisch- und Milchprodukten, aber auch Produkte aus heimischer Schafwolle oder Naturseifen.

Bei Nächtigung in einer der über 30 Ötztaler Wanderunterkünften kann man aktiv zum Erhalt der Regionalität und der bäuerlichen Kulturlandschaft im Ötztal beitragen. Gemeinsam mit dem umfangreichen (Weit-)Wanderangebot und dem Genuss der regionalen Spezialitäten entsteht so ein attraktives Rundum-Paket. Wir buchten uns in einer der Wanderunterkünfte im Ötztal ein und waren auf unseren diesjährigen Wanderurlaub sehr gespannt.

Als wir in unserer Wanderunterkunft ankamen, wurden wir herzlich von unserem Vermieter empfangen und fühlten uns sofort gut aufgehoben. Unser Vermieter erklärte uns, dass wir als Gast einer Ötztaler Wanderunterkunft zahlreiche Vorteile während unseres Aufenthalts nutzen können. Neben der kostenlosen Teilnahme an geführten Naturpark-Wanderungen, erhielten wir ein Gutscheinheft, das diverse Ermäßigungen auf Almen und Hütten und bei regionale Direktvermarkter beinhaltet. Weiters erzählte uns der Vermieter, wie wichtig ihm persönlich Regionalität und Nachhaltigkeit ist und dass er auch seinen Gästen die Vielfalt der Ötztaler Köstlichkeiten näher bringen möchte. Daher habe er sein Frühstücksbuffet speziell auf regionale Kost ausgerichtet. Stolz zeigte er uns noch die ‚Eppas Guets‘ Broschüre (zu Deutsch ‚Etwas Gutes‘), in der alle Direktvermarkter des Ötztals aufgelistet sind. Wir entschieden uns den einen oder anderen Vermarkter aus dem Ötztal während unseres Aufenthaltes zu besuchen.

Zu den Ötztaler Wanderunterkünften

Almzeit Sölden, Jause, © Ötztal Tourismus, Alexander Lohmann

Ötztaler Urweg Weitwandern von Dorf zu Dorf


Am nächsten Tag freuten wir uns schon riesig auf das Frühstück. Mit einem leckeren Bauernbrot, verschiedene Wurstsorten, Bauernkäse, frische Eier, selbstgemachte Marmeladen und vieles mehr durften wir die Regionalität wortwörtlich ‚kosten‘. Gut gekräftigt starteten wir in den Tag. An diesem und den darauffolgenden Tagen genossen wir entlang des Ötztaler Urwegs die Landschaft und Natur in ihrer ganzen Vielfalt. Der Weitwanderweg führt über 12 Etappen immer wieder vom Talboden über Flüsse und Wiesen hinauf zu aussichtreiche Hochlagen und höhergelegene Dörfer, wie z.B. Niederthai oder Gries. So war stets Abwechslung garantiert. Die regionalen Hüttenjausen an den urigen Almhütten im Ötztal ließen wir uns ebenfalls nicht entgehen. Was gibt es schöneres als nach einer anstrengenden Wandertour hoch oben auf dem Berg einzukehren, regionale Schmankerl und das Panorama zu genießen?

Den Ötztaler Urweg erkunden

Almzeit in Sölden, Gampe Thaya, © Ötztal Tourismus, Bernd Ritschel

Ötztaler Wasserläufer Facetten des Wassers


Am vorletzten Urlaubstag entschieden wir uns für eine leichte Rundwanderung und stießen auf die sechs Ötztaler Wasserläufer. Diese Rundwege stehen ganz im Zeichen des Wassers und führen an geeistem Wasser der Ötztaler Gletscher, wilden Wasserfällen und stillen (Berg-)Seen vorbei. Wir genossen den Tag bei einer gemütlichen Rundwanderung zum Stuibenfall, der sich in Umhausen befindet. Durch zahlreiche Plattformen und eine riesige Hängebrücke wird das Naturschauspiel zum Greifen nah. Mit einer Fallhöhe von 150 m ist er außerdem der höchste Wasserfall Tirols! Faszinierend zu sehen wie sich die mächtigen Wassermassen nach unten stürzen.

Nach der Rundwanderung kehrten wir noch bei einen der vielen Erzeuger regionaler Produkte ein und waren von der Vielfalt der Selbsterzeugnissen beeindruckt. Neben zahlreichen Lebensmitteln wie Brot, saisonbedingtes Obst und Gemüse, Fleisch- und Milchprodukte, Spirituosen und Honig, gab es einige Produkte aus Schafwolle und Filz sowie Naturseifen.

Überrascht von der großen Vielfalt des 52 km langen Seitentals und dem Einsatz der heimischen Bauern und Produzenten für die Regionalität, traten wir am nächsten Tag erholt und zufrieden unsere Heimreise an – mit im Gepäck einige Leckereien aus dem Ötztal und einem guten Gewissen unseren Beitrag zur Ötztaler Regionalität und Nachhaltigkeit geleistet zu haben!

Den Ötztaler Wasserläuferweg erkunden

Stuibenfall_, © Ötztal Tourismus, Isidor Nösig

Weitere Wanderthemen