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Adventszeit und Weihnachten: Eine besinnliche Jahreszeit steht vor der Tür. Jetzt, wo es auf das Jahresende zugeht, ist es an der Zeit, nachdenklich zu werden. Zurück zu kehren zu dem, was wirklich zählt: Familie, Frieden und Natur.

Was wäre da besser, als wandernd in den Advent zu starten und auf mehrstündigen Touren mal richtig abzuschalten? Wenn die Füße ihr Werk von alleine verrichten und sich tolle Panoramen vor den Augen auftuen, wird der Geist ruhig und still – Platz für den Geist der Weihnacht, die Liebe und die Familie.

Wer jetzt statt zum Geschenke kaufen auf den nächsten Berg möchte, um eine Wandertour zu unternehmen, dem stellen wir hier die schönsten Möglichkeiten vor, wandernd durch den Winter zu kommen: Welche Touren sich jetzt lohnen und was es dabei zu beachten gibt.

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Grundsätzliches vorweg

Wandern im Winter – das klingt wunderschön. Schneeknirschen bei jedem Tritt, verschneite Landschaften soweit das Auge reicht und heiße Getränke im Rucksack zur Rast. Die Winteridylle verspricht ein romantisches Wandervergnügen. Doch es stellt auch besondere Anforderungen an den Wanderer, der sich jetzt bei körperlicher Anstrengung und frostigen Temperaturen ganz besonders umsichtig kleiden und verhalten muss.

Die kalten Temperaturen fordern funktionelle Kleidung, die am Körper entstehende Feuchtigkeit nach außen transportieren, innen jedoch warm halten kann. Dazu eignen sich vor allem mehrere Schichten, die im Winter wie folgt aussehen können:

  1. Funktionsunterwäsche:
  • Hält warm
  • Bietet Bewegungsfreiheit
  • Transportiert Feuchtigkeit von der Haut weg ohne auszukühlen
  • Durchnässt nicht
  • Achtung Socken: vorher gemeinsam mit den Wanderschuhen testen!
  1. Wärmende mittlere Schicht:
  • Dünne Fleece Pullis oder langärmelige Funktionsshirts
  • Muss ebenso atmungsaktiv sein wie die Unterwäsche
  • Kann je nach Wetterlage dicker oder dünner ausfallen
  1. Wetterschicht:
  • Wasserdicht oder Wasserabweisend
  • Dünne Daunen oder Fleece Jacke als Kälte-Reserve
  • Als Wetter-Reserve: Regenjacke und Regenhose

Jede Schicht erfüllt für sich ihren eigenen Zweck und sollte je nach Wetterlage angepasst werden können. Deswegen empfiehlt sich für eine mehrstündige Wanderung auch ein clever gepackter Rucksack, aus dem bei einem Kälteanbruch weitere Kleidung hinzugezogen werden kann. Der Zwiebellook sorgt dafür, dass Temperaturschwankungen in jede Richtung ausgeglichen werden können.

Dabei ist es besonders wichtig, trotz körperlicher Anstrengung immer möglichst warm gekleidet zu bleiben. Nach einem strammen Aufstieg mag besonders der ungeübte Wanderer in Versuchung geraten, die wärmende Schicht auszuziehen – das jedoch kann schnell zu Erkältungen führen, da der erhitzte Körper zu schnell abkühlt, wenn keine wärmende Schicht mehr vorhanden ist. Hier gilt: Lieber ein paar Minuten schwitzen und zu warm gekleidet sein, als zu irgendeinem Zeitpunkt auszukühlen.

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Ebenfalls wichtig sind griffige Wanderschuhe, die Knöchelschutz bieten, möglichst leicht und im Winter auch wasserdicht sind. Hier lohnt sich eine gründliche Anprobe vor der ersten langen Wanderung – sonst drohen möglicherweise böse Überraschungen. Für die Winterwanderung gehören dann noch Handschuhe, eine leichte Kopfbedeckung wie Mütze oder Stirnband, Stirnlampe, Sonnenbrille, Proviant, Karten und Notfallausrüstung mit dazu. Je nachdem wie die Tour geplant ist, empfiehlt es sich auch einen Not-Biwaksack dabei zu haben, um in einer kalten Winternacht nicht dem Frost ausgesetzt zu sein, wenn etwas schief gehen sollte. Weitere Ideen liefert eine Packliste für Winterwanderungen, die je nach Tour weitere Empfehlungen ausgibt und angepasst werden kann.

Los geht’s!

Ist alles geplant und gepackt, kann es losgehen. Wo jedoch empfiehlt sich das Winterwandern besonders? Einige Mehrstundentouren führen an flachen Gewässern vorbei, andere hingegen führen romantisch durch die Berge.

In ganz verschiedenen Regionen verstecken sich die beliebten Winterwanderwege. Eine landschaftlich besonders ansprechende Tour liegt in der Steiermark, in Ramsau am Dachstein und führt zunächst über den flachen Waldweg zwischen Ort und Kulm, den Philosophenweg. Von dort aus ergeben sich gleich mehrere Möglichkeiten: Anschlüsse gibt’s zum Panoramaweg, zur Kulmbergrunde oder der Leitenrunde, so dass am Ende wieder der Rückweg Richtung Waldschenke angetreten werden kann.

Winterwandern im Vorarlberg

Weiter geht’s im Vorarlberg, wo ebenfalls mehrere mehrstündige Touren zu Winterwanderungen einladen. Zur Bergkristallhütte geht es von Au-Schoppernau in ca. vier Stunden. Auf 11.2 km werden 420 Höhenmeter bewältigt, auch Schlittenfahren ist dann auf der Bergkristallhütte möglich – neben einer zünftigen Einkehr natürlich. Die Winterwanderwege im Bregenzerwald sind hier extra beschildert, so dass Sicherheit für Ortsfremde besteht.

Eine Rundtour auf 1.500 m Höhe bietet die Panoramaloipe vom Kristberg zum Wildried, die in viereinhalb Stunden beschritten werden kann. Hinauf geht’s vorher mit der Kristbergbahn. Der Schnee verlangt von den Wanderern entsprechendes Schuhwerk – die neun Kilometer lange Panoramatour bietet dann aber wunderschöne Ausblicke, die Bergliebhaber so begeistert. Auf knapp 1.000 m und darüber hingegen liegt der Wanderweg von der Bartholomäberg Kirche über den Roferweg nach Barthold Rank und Innerberg und schließlich wieder zurück. Auch dort gibt es Einkehrmöglichkeiten für hungrige Winterwanderer, die auf der Vierstündigen Tour Verpflegung benötigen.

Statt über Berge lassen sich Winterwanderungen jedoch auch über Seen gestalten – das gibt’s auf der Silvretta-Bielerhöhe, wo ab Mitte Jänner der zugefrorene Silvretta-See Wanderungen über ihn möglich macht. Dabei gibt’s den ständigen Blick auf den Piz Buin mit 3.312 m und eine Höhendistanz von 480 m zu überwinden. Die 13 km über den See sind in ca. vier Stunden zu schaffen – eine sichere Dicke der Eisschicht sollte vorher jedoch sichergestellt werden.

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Das Salzburger Land

Im Salzburger Land gibt’s städtische Touren am Fluss entlang, aber auch höhergelegene Touren – je nachdem, wonach dem Winterwanderer ist. Die Tour entlang der Salzachpromenade in St. Johann-Alpendorf lässt sich beliebig formen. „Entlang der Salzachufer finden Sie auf beiden Seiten flache Spazierwege. Sie können in beide Richtungen, also entweder in Richtung Schwarzach oder in Richtung Bischofshofen wandern, die Dauer dieses Spazierganges bestimmen Sie nach Lust und Laune selbst. Die Gesamtlänge der Wege beträgt ca. 25 km.“, schreibt der Tourismusverband der Region und lässt den Wanderern somit alles offen.

Das besondere hier: Es handelt sich jederzeit um flaches, einfach zu begehendes Gelände, so dass auch kurze Spaziergänge ohne längere Planung aber auch längere Touren mit dem Kinderwagen kein Problem darstellen. Weitere Möglichkeiten einer höheren Wanderung gibt es beispielsweise in Saalbach Hinterglemm zwischen der Simal- und Limbergalm, die mit knapp 840 Höhenmetern etwas anspruchsvoller ist und mit Hin- und Rückweg durchaus sechs Stunden in Anspruch nehmen kann.

Tirol und Kärnten

Die Winterwanderung „Kitzbühel – The Legend“ findet sich in Tirol ab Oberndorf. Das Infobüro schlägt vor, an ihrem Standort zu starten und von dort aus zwischen Kirche und Kramerwirt bis zum Weiler Wiesenschwang zu wandern. Entlang des Römerwegs geht es vorbei an Kapellen, Marterl, Heustadln und Bauernhäusern hinein zur Hornbahn und schließlich auf der anderen Seite bis in das Zentrum der Hahnenkammstadt. Knapp 2,5 Stunden Wanderzeit sind es bis dorthin, wer möchte kann über den Schwarzsee, den Steuerberg und den Hasenbergweiher nach Oberndorf zurück wandern.

Wer sich lieber in Kärnten dem Winterwandern hergibt, der kann von Obervellach über Khünburg, den Pressegger See nach Untervellach wandern und in der Winterlandschaft 13 km zurücklegen. In knapp fünf Stunden werden 280 Höhenmeter überwunden – eine entspannte Tour durch die Winterlandschaft.

Eine Alternative bietet die Winterwanderung am Fuße des Großglockners. „Der Startpunkt der Tour ist im Ortszentrum von Heiligenblut. Vorbei am Landhotel Post nehmen Sie die rechts abgehende Straße (Alte Glocknerstraße) in Richtung Panoramahotel Lärchenhof. Nach ca. 500 m erreichen Sie die Himmelschleife, ein kleiner Steinbruch mit Nationalpark-Infotafel. Halten Sie sich rechts und folgen Sie der Straße bis zum Gasthof Hohe Wand. Weiter geht’s auf der Alten Glocknerstraße bis zur Wegkreuzung Gipperkapelle. Halten Sie sich wiederum rechts und folgen dem Güterweg. Vorbei an der Schober Alm wandern Sie bis zur Holzbrücke Guttal, ca. 100 m danach folgen Sie dem Wegweiser Bricciuskapelle und gehen links den Güterweg über den Bruchwald talwärts zur Kräuterwand – hier finden Sie eine weitere Nationalpark-Infotafel! Folgen Sie nun der asphaltierten Straße bis zum Archehof Sturm. Weiter führt Ihre Wanderung zur Wolfgangkapelle, vorbei am Eislaufplatz bis zum Bauhof Heiligenblut (Nähe Tafernig). Hier halten Sie sich links und passieren die Brücke. Nach einigen Metern erreichen Sie das Hotel Kärntnerhof. Von hier ist es nur noch ein Katzsprung zurück ins Ortszentrum.“, so die Tourismusinformation Kärnten Hohen Tauern. Knapp viereinhalb Stunden sind für diese Tour zu kalkulieren, die tolle Blicke auf den Großglockner und die Winterlandschaft ringsherum gewährt.

Auf diesen Touren starten begeisterte Winterwanderer entspannt in den Winter – eine Zeit für Schneelandschaften, kalte Luft und Weiß soweit das Auge reicht. Aber auch alle Wanderer, die ihre Leidenschaft bisher nur im Sommer ausgeübt haben können sich hier probieren. Denn wer sich bisher noch nicht in den Winter getraut hat, sollte das schleunigst tun. Die Ruhe der Schneelandschaft erfüllt mit dem Adventsgeist, der besonders in der Weihnachtszeit in jedem wohnen sollte.