Impressionen des Wanderwegs



Für diese Wanderung gibt es mehrere Varianten zur Begehung:

1. vom Plöckenhaus zur Galerie und links zur MG-Nase oder vom Plöckenpaß zur MG-Nase

2. von der MG-Nase steil aufwärts zum Freilichtmuseum

3. MG-Nase - Rundweg (Freilichtmuseum  (Informationen über das Freilichtmuseum lesen Sie im Buch "Das Freilichtmuseum Plöckenpass", erhältlich in den Buchhandlungen und im Plöckenmuseum im Rathaus Kötschach-Mauthen.

4. Umfassende Rundtour - diese wird im Nachfolgenden beschrieben.

 

Der Erste Weltkrieg in den Karnischen Alpen.

In keinem Abschnitt dieses Gebirgszuges entlang des heutigen Grenzverlaufes zwischen Italien und Österreich ist Zeitgeschichte so präsent, wie im Gebiet rund um den Passo di Monte Croce/Plöckenpass (1357 m).

Das Freilichtmuseum des Gebirgskrieges vermittelt auf dem weitläufigen Bergrücken des Kleinen Pal in knapp 2000 Metern Seehöhe auf Schritt und Tritt mit rekonstruierten Schützengräben, Stellungsbauten, Stollenanlagen und anderen Fronteinrichtungen die damalige Situation der beiden Kriegsparteien Italien und Österreich-Ungarn auf äußerst engem Raum. Standen sich die Soldaten doch an den vordersten Frontlinien zwischen zerklüfteten Felsformationen nur in Handgranat-Wurfweite unmittelbar gegenüber.


 Bergtour
 medium-elevationprofile
  • Tourlänge: 7.49 km
  • Zeit: 7 Stunden
  • Startpunkt:
    Plöckenhaus (1.230 m)
  • Aufstieg: 729 m
  • Abstieg: 751 m
  • Niedrigster Punkt: 1214 m
  • Höchster Punkt: 1833 m

Die Karte Übersicht über Ihren Weg



Wegbeschreibung Alle Informationen hier gesammelt


Walther Schaumann (1923-2004), Bergsteiger, Berufssoldat, Historiker und Initiator der „Friedenswege vom Ortler bis zur Adria“ ist untrennbar auch mit dem Freilichtmuseum im Raum Plöckenpass und dem Museum in Kötschach verbunden. Schaumann war mit seiner Frau Gabriele über 50 Jahre mit Rucksack auf den Bergen zwischen Ortler und Isonzo auf den Spuren der Kriegshandlungen des Ersten Weltkrieges unterwegs und hat in jahrzehntelanger Arbeit mit zahlreichen freiwilligen Helfern dafür gesorgt, dass unzählige Schützengräben, Stellungsbauten und Ähnliches rekonstruiert wurde. Und so als Zeitzeugen für die Nachwelt erhalten geblieben ist. So auch am Kleinen Pal.

Das Gebiet rund um den uralten Grenzübergang Plöckenpass - und hier im Besonderen der Kleine Pal und der gegenüber liegende Cellon - war nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges in den Karnischen Alpen 1915 von großer strategischer Bedeutung und bildete eine entscheidende Schlüsselposition. Galt er doch als einziger fahrbarer Übergang über diesen langgezogenen Gebirgszug zwischen Sexten und dem Kanaltal. Und war demnach für den Kriegsgegner aus dem Süden und seinen weiteren (geplanten) Weg nach Norden von entscheidender Wichtigkeit.  


Anstieg

Vom Parkplatz aus starten sie in östlicher Richtung, ins Angerbachtal und zum Grünsee. Der nun folgende Weg ist ausreichend beschildert und führt in der ersten halben Stunde entlang eines breiten Forstweges. Gleich zu Beginn finden sie Hinweise zur Talstation der Seilbahn und des Basislagers der Dolomitenfreunde, die sie im Zuge eines kurzen Abstechers gerne besuchen können. Das gilt auch für eine etwas unterhalb liegende Gedächtniskapelle.

Wieder zurück auf dem Weg, werden sie nach 10 Minuten zum Grünsee gelangen. Es ist ein ausgesprochen idyllischer Ort, der schon einmal eine kurze (Foto-)Pause rechtfertigt. In weiterer Folge treffen sie auf den links des Weges liegenden Heldenfriedhof des Infanterieregimentes Nr. 21 und weiter oben dann auf das „Ehrenmal des k.u.k.I. Regimentes Nr. 30“.

In diesem Bereich beginnt dann der Anstieg auf einem schmalen Steig, der in einigen Kehren hinauf zum Freikofelsattel (1617 m) führt. Auf diesem wenden sie sich dann nach rechts in Richtung Westen und folgen dem äußerst spannenden und abwechslungsreichen Steigverlauf über zahlreiche Geländestufen, vorbei an senkrechten Felswänden mit herausgeschlagenen Kavernen und unzähligen Stellungsresten links und rechts des Weges. Sie befinden sich nun mitten im weitläufigen Hochplateau des Kleinen Pal. Genießen sie den Weg und die Aussicht nach allen vier Himmelsrichtungen!

Es ist aber nicht nur alles „grau in grau“ hier oben am Kleinen Pal. Der Berg ist auch bekannt für seine üppige und farbenfrohe Alpenflora. Und diese wird sie – je nach Jahreszeit - ganz sicher mit ihrer einzigartigen Schönheit erfreuen.

Der Erfahrung nach werden sie nach rund 2 Stunden ab Beginn hoch oben auf dem Gipfel des Kleinen Pal die ersten Mauerreste der vordersten Italienischen Frontlinie erblicken. Einmal dort angekommen, wird sie das gesamte Umfeld garantiert in Staunen versetzen. Denn das, was sie bis jetzt über die „Infrastruktur des Gebirgskrieges“ gehört und gelesen haben, liegt nun vor ihnen und versetzt sie in Staunen. Und Nachdenken.

Die hier rekonstruierten Museumsbereiche sind ausreichend mit Hinweis- und Informationstafeln versehen und ein markierter Rundweg weist ihnen den Weg. Lesen sie alles! Nehmen sie alles auf - und als Erinnerung mit nach Hause!

Nach dem obligaten Foto beim grünen Gipfelkreuz haben sie ein paar Meter weiter unten zwei Möglichkeiten, zur Bergstation der Seilbahn und der Unterkunftshütte der Dolomitenfreunde abzusteigen. Wählen sie je nach ihren Fähigkeiten den Abstieg über eine mit Seilen und Stahlstiften gesicherte Kletterpassage. Oder alternativ über die Holzstiege. Bei der zweiten Möglichkeit kommen sie auch noch bei einer etwas größeren Stollenanlage vorbei, die sie auf alle Fälle besuchen sollten. Die Abzweigung zu dieser ist beschildert.

 

Abstieg

Für den Abstieg gibt es drei Möglichkeiten, wie sie im Zuge ihrer Begehung des Kleinen Pal anhand der Hinweistafeln sicher schon festgestellt haben. Ich beschreibe hier den meiner Meinung nach interessantesten. Aber auch längsten.

Dieser führt ab der Seilbahn-Bergstation in Richtung Süden und wird als „Alpini Weg“ gehandelt. Es ist ein breiter Steig und dessen Begehung sollte – mit der entsprechenden Trittsicherheit angegangen – keine Schwierigkeiten bereiten. Vorerst führt er hinein in einen kleinen Sattel und schlängelt sich dann den ganzen Bergaufbau in zahlreichen Serpentinen in Richtung Plöckenpass-Straße hinunter.

Während des Abstieges erleben sie immer wieder beeindruckende Ausblicke nach Italien hinein und begegnen hautnah mächtigen, senkrechten Felswänden, die sie immer wieder ins Staunen versetzen. Hier verbrauchen sie sicher die letzten Speicherkapazitäten ihres Fotoapparates…!

Nach rund zwei Stunden haben sie den Kleinen Pal komplett umrundet und gelangen zur Staatsgrenze auf dem Plöckenpass. Erfahrungsgemäß landen dort viele „Pal-Begeher“ im Restaurant bei italienischen Spezialitäten. Um so ihren Kalorienhaushalt wieder auf Vordermann zu bringen…!


Zusätzliche Informationen und Anreise Was gibt es und wie komme ich dort hin?


  • Ausrüstung: Diese ist je nach Jahreszeit unterschiedlich. Immer mit dabei ist aber: Funktionelle Wanderbekleidung, Windjacke, Kopfbedeckung, Regenbekleidung/-schutz, Bergschuhe, Verpflegung, ausreichend Getränke, Wechselwäsche, diverses persönliches wie Fotoapparat, Handy, Sonnenschutz, Sonnenbrille, Wanderstöcke, Erste-Hilfe-Set, etc.
  • Anreise: Auf der Gailtaler Bundesstraße (B 111) bis Kötschach und weiter über die Gail nach Mauthen. Von dort auf der Plöckenpass Straße (B 110) bis zum Parkplatz bei Plöckenhaus. Bereits auf der Anfahrt zum Ausgangspunkt werden sie links der Straße auf den österreichischen Soldatenfriedhof Kreuztratte (1077 m) treffen, dessen Besuch sie sich nicht nehmen lassen sollten.

    Technisch Interessierte finden in diesem Bereich auch das Schaukraftwerk „Hydro-Solar-Energie-Erlebniswelt“.

    Die folgende, über 500 m lange, Betongalerie schützt das einst wegen intensiven Steinschlags durch die Felswand „Magneseng“ berüchtigte Straßenstück. Knapp vor dem Ende der Galerie befinden sich rechts in der Betonwand mit Gittertüren versperrte Kaverneneingänge. Die letzte Deckung für die Soldaten auf dem Marsch zur Front weiter oben am Pass.

    In den napoleonischen Kriegen zogen 1809 französische Truppen über den „Plöcken“ und legten um die Kreuztratte Magazine an. Aus dem französischen Wort „magasin“ entstand dann im Laufe der Zeit bei den Einheimischen die Bezeichnung für die Felswand - „Magneseng“…!

  • Geheimtipp: Nehmen sie sich für diese Tour zu den historischen Stätten ausreichend Zeit – man kann bei dieser „Reise in die Vergangenheit“ leicht einen ganzen Tag verbringen. Informieren sie sich nach Möglichkeit schon vorher im „Museum 1915-1918. Vom Ortler bis zur Adria“ im Rathaus Kötschach inhaltlich über die Geschehnisse des Gebirgskrieges in den Karnischen Alpen und darüber hinaus. Dort finden sie auch ausführliche und interessante Literatur von Gabriele und Walther Schaumann zu diesem Thema.

     

    Einkehrmöglichkeiten gibt es bei der Grenzstelle am Plöckenpaß und im Alpengasthof Plöckenhaus.

  • Quelle: Nassfeld - Pressegger See
  • Autor: Erich Glantschnig, Kärntner Bergwanderführer

Anreisemöglichkeiten

  • Parkmöglichkeiten
    Gegenüber des Plöckenhauses
  • Öffentliche Verkehrsmittel
    Der Bus zum bzw. ab Plöckenpaß verkehrt immer nur in den Sommermonaten von Mitte Juli bis Mitte September (siehe aktuellen Fahrplan der Kärntner Linien).

Über die Region Alle Angebote auf einen Blick



Sicherheitsrichtlinien Für alle Fälle


Der Kleine Pal bricht an einigen Stellen mit sehr steilen, felsdurchsetzten Flanken und Wänden nach Norden, Westen und Süden ab. Insbesondere im unmittelbaren Bereich des Gipfelkreuzes. Bitte lassen sie in diesen Bereichen entsprechende Vorsicht walten.


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