Eine ganz besondere Initiative startete der Naturpark Ötztal, der Ötztal Tourismus und die Ötztaler Wanderunterkünfte. Gemeinsam mit den Direktvermarktern im Ötztal, werden deren regionale Produkte stärker in den Mittelpunkt gerückt. Hier sprechen wir von den natürlichsten Sachen wie Fleisch- und Milchprodukte, Marmeladen, Honig aber auch Produkte aus Schafwolle, Naturseifen und vielem mehr.

Die Wandergastgeber im Naturpark Ötztal

Mit dem umfangreichen (Weit-)Wanderangebot und dem Genuss regionaler Spezialitäten entsteht bei Nächtigung in einer Ötztaler Wanderunterkunft ein attraktives Rundum-Paket. Damit wird aktiv zum Erhalt der Regionalität und letztendlich auch zum Erhalt der bäuerlichen Kulturlandschaft im Ötztal beigetragen.

Marende, Jause, © Ötztal Tourismus
Auf dem Weg zum Ramolhaus, © Ötztal Tourismus, Johannes Brunner

Regionalität von Ankunft an

Schon bei der Ankunft in unserer Wanderunterkunft, spürten wir neben der typischen Ötztaler Gastfreundschaft, dieses Bewusstsein für Regionalität. Im Gespräch über unsere Wandertouren, die wir uns für unseren Urlaub im Ötztal vorgenommen hatten, erklärte uns unsere Vermieterin wo es diverse Ötztaler Köstlichkeiten gibt: „Da müsst ihr unbedingt einkehren, die machen selbst Käse, den Speck beziehen sie von dem kleinen Bauernhof da vorne am Eck und das Bauernbrot und den Butter holen sie immer frisch aus dem Bauernladen!“ Auch sie schaue, dass sie den Großteil ihrer Produkte für das Frühstück regional bezieht, ihr sei das wichtig und sie möchte die regionalen Bauern unterstützen. Sie empfahl uns auch den Bauernladen zu besuchen. Hier würden wir die volle Produktpalette des kulinarischen Reichtums der Region Ötztal entdecken. Und das längste Seitental Tirols (mit 65 km Länge) hat einiges an regionale Schmankerln zu bieten, das könnt ihr mir glauben!

Bevor wir unser schönes Zimmer bezogen, erhielten wir noch das Gutscheinheft „Eppas Guets“ (ötztalerisch für ‚Etwas Gutes‘). Dieses Gutscheinheft ist exklusiv den Gästen der Ötztaler Wanderunterkünfte vorbehalten und beinhaltet diverse Ermäßigungen bei den regionalen Erzeugern und auf Almen und Hütten. Auch geführte Wanderungen können kostenlos in Anspruch genommen werden. Was für eine tolle Sache!

Almzeit auf der Gampe Thaya, © Ötztal Tourismus, Alexander Lohmann
Schafe im Ötztal, © Ötztal Tourismus - Naturpark Ötztal, Thomas Schmarada
Kühe beim Almabtrieb Haimingerberg, © Ötztal Tourismus, Martin Muigg-Spörr
Rast am Weg zum Ramolhaus bei der Kippele Alm, © Ötztal Tourismus, Johannes Brunner

Ein Wandertag im Naturpark Ötztal

Am nächsten Tag standen wir gut erholt auf. Beim Frühstücken spürten wir wieder sofort, dass Regionalität hier einen großen Stellenwert hat: das leckere Bauernbrot, die gute Marmelade, die frischen Eier, Wurst, Käse, und vieles mehr was das Herz am Morgen begehrt, hat auf uns gewartet.

Mit unseren Rucksäcken und dem Gutscheinheft in der Tasche machten wir uns gut gelaunt auf den Weg, um entlang des Ötztaler Urwegs die Natur und Landschaft in seiner Vielfalt zu genießen. Der Weitwanderweg erstreckt sich über 12 Etappen und führt immer wieder vom Tal über Flüsse und Wiesen hinauf zu aussichtsreichen Hochlagen, wie z.B. nach Niederthai oder Gries. Natürlich darf eine Einkehr in einer der urigen Almhütten nicht fehlen, auch die regionale Hüttenjause haben wir uns nicht entgehen lassen! Übrigens: die Hüttenjause wird im Ötztal auch Marende genannt!

Zufrieden kehrten wir wieder zurück in unsere Unterkunft und ließen den Abend in Ruhe ausklingen. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen entschieden wir uns heute eine leichte Rundwanderung zu machen. Dafür eignen sich perfekt die Ötztaler Wasserläufer. Sie stehen ganz im Zeichen des Wassers und führen an den unterschiedlichsten Gewässern, wie z.B. an geeistes Wasser der Ötztaler Gletscher, wilde Wasserfälle und an stille (Berg-)Seen, vorbei. Wir machten uns auf dem Weg zum Piburger See, um die gemütliche 3-stündige Rundwanderung bei traumhaften Wetter zu genießen. Nach der Rund-Tour nutzten wir noch die Gelegenheit, um in den bis zu 24 Grad warmen Badesee zu springen.

Reichalm in Umhausen-Niederthai, © Ötztal Tourismus, Bernd Ritschel
Jause auf der Stallwies Alm, © Ötztal Tourismus, Isidor Nösig
Piburger See, © Ötztal Tourismus, Christoph Schöch

Mitbringsel für Daheimgebliebene

Bevor wir unsere Heimreise am nächsten Tag antraten, entschieden wir uns im Bauernladen oder bei einer der vielen Erzeugern regionaler Produkte einzukehren. Von der Vielfalt der regionalen Produkte waren wir beeindruckt: neben bäuerliche Produkte, wie Fleisch- und Milchprodukte, Brot, Obst und Gemüse, gab es auch Spirituosen, Honig und Handarbeiten aus Schafwolle und selbstgemachte Naturseifen. Mit einem Ötztaler Gebirgshonig und einem Paar Filzpatschen aus Schafwolle machten wir uns auf den Heimweg, beeindruckt von der großen Initiative zur Vermarktung tälertypischer Spezialitäten der Ötztaler.

Hütte Gampe Thaya innen, © Ötztal Tourismus, Cyrus Saedi

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