Impressionen des Wanderwegs



3-Tages-Wanderung entlang der Ostseite des Tales vom Kitzstein über den Penkkopf, Gründegg bis hin zum Kreuzeck.


 Fernwanderweg
 medium-elevationprofile
  • Tourlänge: 36.66 km
  • Zeit: 18 Stunden
  • Startpunkt:
    Großarl - Sonneggbrücke
  • Aufstieg: 2768 m
  • Abstieg: 2631 m
  • Niedrigster Punkt: 1151 m
  • Höchster Punkt: 2193 m

Die Karte Übersicht über Ihren Weg



Wegbeschreibung Alle Informationen hier gesammelt


Von der Sonneggbrücke führt ein Forstweg durch den Fichten-Hochwald bergwärts zur Muggenfeld- (geschlossen) und zur Maurachalm. Über Steige durch den Wald können Sie den Weg ein wenig verkürzen.

Auf einmal beginnt sich der Wald zu lichten und Almwiesen machen sich breit. Die erste Alm ist die Muggenfeldalm (geschlossen), die zweite die Maurachalm. Auf der Maurachalm werden Sie mit Köstlichkeiten aus der eigenen Produktion verwöhnt.
Die Maurachalm ist die nördlichste Alm im Großarltal und diese ist besonders für die erlesenen Schnäpse (Vogelbeer oder Holler) bekannt. Die Sennleute singen und musizieren hier sehr oft.

Aufstieg über die Auhofalm (nicht bewirtschaftet) auf den Kitzstein (Gabel). Von hier haben Sie einen wunderschönen Ausblick auf das Salzachtal sowie den Hochkönig, das Tennen- und Hagengebirge auf der einen Seite und die Hohen Tauern auf der anderern Seite.

Abstieg über die Oberwandalm (nicht bewirtschaftet) zur Karseggalm. Die Karseggalm ist wohl eine der urigsten Hütten im ganzen Alpenraum und mit ihren ca. 400 Jahren zählt sie auch zu den ältesten.

Kommt man in die Hütte, so wird man gleich überrascht. Der Boden im Inneren der Hütte ist mit Lehm und Baumrinde ausgelegt. Es kann schon sein, dass die „Wehstatt“, so heißt die „Küche“ in einer alten Hütte, voll Rauch ist. Hier befindet sich nämlich, wie sich die meisten Menschen nicht mehr vorstellen können, eine offene Feuerstelle. Es wird eine Spezialität aus dem Großarltal hergestellt: der Knetkäse. Diesen bekommt man sonst auf keiner Hütte mehr, da man eben eine offene Feuerstelle braucht, um den Käse zu räuchern. Einmal in der Woche kann man der Sennerin oder dem Senner beim Herstellen vom für das Großarltal so typischen Sauerkäse zuschauen. Neben der Feuerstelle lehnt eine Leiter. Klettert man dort hinauf, wird man gleich noch einmal überrascht: Es gibt keine Betten auf dieser Alm, hier wird noch im Heu geschlafen!

Am Abend zünden die Sennleute Kerzen an und schön langsam dämmert einem, dass es hier keinen Strom gibt! Man fühlt sich ganz einfach um Jahrzehnte zurückversetzt, verliert die Zeit aus den Augen und genießt einfach nur mehr den Augenblick! Natürlich kommen auch hier die Gaumenfreuden nicht zu kurz.

Sie wandern aber noch eine halbe Stunde weiter zur Unterwandalm. Nach dieser Tagestour werden Sie mit Köstlichkeiten aus der eigenen Produktion wie Brot, Butter, Käse, Speck oder Wurst verwöhnt. Bitte die Betten unbedingt im Vorhinein reservieren, denn es kann schon vorkommen, dass mehrere Wanderer auf der Unterwandalm übernachten.
Wenn dann der Hirter (Senner) zu seiner Ziehharmonika greift und sich die Sonne schön langsam neigt (die Sonnenuntergänge sind hier sehr beeindruckend), steht einem gemütlichen Hüttenabend nichts mehr im Wege...

Geweckt werden Sie auf der Alm mit dem Läuten von den Kuhglocken. Nach einem kräftigen Almfrühstück führt Sie die Wanderung zuerst wieder retour zur Karseggalm. Aufstieg über die Oberwand- und die Promaualm (beide nicht bewirtschaftet) auf den Penkkopf und weiter auf das Gründegg. Vom Penkkopf sowie vom Gründegg haben Sie einen wunderbaren Panoramablick zum einen zu den Hohen Tauern mit den ersten Dreitausendern und zum anderen zum Tennen- und Hagengebirge und zum Hochkönig.

Wanderung entlang des Bergkammes bis zum Filzmoossattel. Direkt am Sattel ist ein besonders schön gestalteter Enzian, der die Wanderer den ganzen Salzburger Almenweg über begleitet. Das Stück vom Filzmoossattel bis zu den Draugsteinalmen sowie über den Tappenkarsee bis zur Karteisalm und weiter bis nach Hüttschlag ist ein Teil vom Salzburger Almenweg, der mit 31 Etappen durch den ganzen Pongau führt.

Ca. 50 m oberhalb des Filzmoossattels ist die Filzmooshöhe. Ein etwas anderers, aber mit viel Liebe zum Detail gestaltetes Gipfelkreuz zieht die Wanderer in seinen Bann und bringt alle zum kurz Innehalten.

Wenn man sich jetzt umdreht, dann sieht man den majestätisch über das Ellmautal wachenden Draugstein. Dieser Berg ist einer von drei Kalkbergen bei uns im Tal und dem Lehm am Draugstein werden heilende Wirkungen nachgesagt.

Hier ist die Flora und Fauna ganz besonders schön, da es in diesem Gebiet aufgrund des Kalksteins viele Arten von Blumen gibt die sonst im Tal sehr selten sind.

Gleich zwei Almhütten erwarten einem auf der Draugsteinalm, die linke ist die Schrambachhütte, die rechte die Steinmannhütte. Auf beiden gibt es Köstlichkeiten aus der eigenen Produktion (Käse, Butter, Brot, Speck, Wurst, Schnaps) und auf beiden können Sie auch übernachten. Aber bitte resevieren Sie die Betten im Vorhinein!
Oftmals erzählen die "alten" Almleute (sowohl auf der Steinmann- als auch auf der Schrambachhütte) von vergangen Zeiten und wie das Leben auf der Alm früher so war.

Nach einem herzhaften Almfrühtstück führt Sie der Weg zum Draugsteintörl. Von hier haben Sie bereits einen schönen Ausblick auf den Tappenkarsee, dem größten Gebirgssee in den Ostalpen. Kammwanderung über den Gurenstein zum Karteistörl. Hier müssen Sie sich einfach noch einmal umdrehen. Der Blick zum Tappenkarsee ist einfach einzigartig.

Herrliche Kammwanderung zum Kreuzeck und Abstieg über das Glettnalmgebiet zur Glettnalm. Kurz vor der Hütte lädt ein Wegkreuz zum Innehalten ein. Hier wird wohl jeder Betrachter einmal stehen bleiben und diese einzigartige Idylle genießen.

Belohnt werden die Wanderer mit einer kräftigen Jause bestehend aus selbst gemachten Almprodukten.

Über der Hütte wacht der 2.433 m hohe Klingspitz, dessen Gipfelkreuz im Abendlicht golden leuchtet.

Der Abstieg erfolgt entweder über den Forstweg oder alle, die es etwas sportlicher möchten, können den Wanderweg über die Ragglalm (nicht bewirtschaftet) zur Hallmoosalm (nicht bewirtschaftet) nehmen. Von hier gibt es die Möglichkeit, sich mit dem Wandertaxi abholen zu lassen oder mit dem eigenen PKW ins Tal zu fahren. Alternativ können Sie auch noch durch den Wald bis nach Hüttschlag/Karteis wandern.


1. Tag:
Fahrt mit dem PKW oder Wandertaxi über den Sonneggweg im Ortsteil Au bis zur Sonneggbrücke – Parkmöglichkeit. Bergwärts auf der Forststraße (Weg Nr. 71, teilweise Abkürzungen auf Steigen zwischen den einzelnen Kehren möglich). An der Gabelung „Maurachalm/Unterwandalm“ geradeaus (= links) weiter auf Weg Nr. 71 zur Muggenfeldalm, 1.545 m (ca. 1 3/4 h, geschlossen) und zur Maurachalm, 1.620 m (ca. 1/4 h). Von der Maurachalm Aufstieg auf dem Steig Nr. 72  zur Auhofalm, 1.680 m (nicht bewirtschaftet) und weiter auf den Grat erst zum Wetterkreuz und dann bis auf den Gipfel des Kitzstein, 2.037 m (ca. 1 1/2 h). Abstieg über die Promaualm, 1.858 m und Oberwandalm (beide nicht bewirtschaftet) hinab auf die Karseggalm, 1.603 m (ca. 1 1/2 h). Weiter geht es am Weg Nr. 70 zur Unterwandalm, 1.600 m(ca. 1/2 h) - Nächtigung auf der Unterwandalm.

2. Tag:
Wanderung von der Unterwandalm zur Karseggalm (ca. 1/2 h), Aufstieg auf einem Steig (Weg Nr. 72) durch die herrlichen Almmatten über die Oberwandalm zur Promaualm (beide nicht bewirtschaftet). Aufstieg den Grat entlang (Weg Nr. 67) nach rechts auf den Penkkopf, 2.011 m und weiter auf das Gründegg, 2.168 m (ca. 2 1/2 bis 3 h), von hier herrliche Kammwanderung auf dem „Ellmautal-Höhenweg“ (Weg Nr. 64) bis zum Filzmoossattel, 2.062 m (ca. 3 h). Abstieg am Weg Nr. 54A den beiden Draugsteinalmen, 1.778 m (ca. 3/4 h) – Nächtigung auf den Drautsteinalmen.

3. Tag: Wanderung von den Draugsteinalmen auf dem Weg Nr. 54 auf das Draugsteintörl, 2.077 m (ca. 1 h). Gratwanderung entlang des Weges Nr. 54 bis zum  Karteistörl, 2.145 m (ca. 2 h). Wanderung am Weg Nr. 53 auf das Kreuzeck, 2.204 m (ca. 1/4 h). Abstieg am Weg Nr. 52A durch Almwiesen zur Glettnalm, 1.760 m (ca. 1 1/2 h) und weiter nach am Weg Nr. 52A über die Ragglalm, 1.646 m (ca. 3/4 h, nicht bewirtschaftet) zur Hallmoosalm, 1.300 m (ca. 1 1/4 h - nicht bewirtschaftet). Von hier Fahrmöglichkeit mit dem PKW oder dem Wandertaxi. Ansonsten Abstieg am Weg Nr. 24, 25B nach Hüttschlag/Karteis (ca. 1 h von der Hallmoosalm).
ALTERNATIV: Abstieg vom Kreuzeck über die Karteisalm, 1.661 m (ca. 1 1/4 h - nicht bewirtschaftet) und weiter talwärts zum Parkplatz bei der Hallmoosalm (ca. 1 h).


Zusätzliche Informationen und Anreise Was gibt es und wie komme ich dort hin?


  • Ausrüstung:

    Bergschuhe mit Profilsohle, etwas Obst, Getränke (Getränkeflaschen zum Wiederbefüllen), Wind- und Regenschutz, Toilettenartikel, warme Kleidung und Kleidung zum Wechseln, Taschenlampe, Mini-Apotheke, Wanderkarte, Sonnencreme, Schokolade- oder Müsliriegel, …

  • Anreise:

    Fahrt mit dem PKW oder dem Wandertaxi über den Sonneggweg im Ortsteil Au bis zur Sonneggbrücke.

  • www.grossarltal.info

    Hier finden Sie die passende Unterkunft für Ihren Urlaub im Großarltal.

  • Geheimtipp:

    Am dritten Tag würde sich ein Abstieg zum Tappenkarsee anbieten. Das ist ein Umweg von ca. einer 3/4 Stunde. Dafür werden Sie bei der Tappenkarseehütte mit Köstlichkeiten verwöhnt. Ganz besonders lecker ist hier neben dem Bergsteigergröstl auch der Heidelbeerschmarrn.

  • Quelle: Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Autor: Tourismusverband Großarltal - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern

Anreisemöglichkeiten

  • Parkmöglichkeiten

    Parkmöglichkeit bei der Sonneggbrücke

  • Öffentliche Verkehrsmittel

    Postbus Linie Nr. 540, Wandertaxi Großarltal


Über die Region Alle Angebote auf einen Blick



Sicherheitsrichtlinien Für alle Fälle


Für die Wanderungen untertags ausreichend Getränke und Essen mitnehmen, da Sie erst am Ende der jeweiligen Tageswanderung wieder zu einer Hütte kommen.


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