Wie es wohl wäre, wenn wir frei fliegen könnten, wie ein Steinadler oder auf Wolken schwebend die Welt von oben betrachten? Diese Vorstellung wird für uns in dieser Form leider nur ein Traum bleiben. Wenn wir auf einem Gipfel stehen und die Autos, Menschen und Häuser im Tal plötzlich nur mehr ganz klein wirken, können wir uns aber wenigestens einen kleinen Eindruck von dieser Freiheit verschaffen.

Katrin PreßlauerHausberg meiner Heimat: Gartnerkofel

Mein Gipfelmoment als Kind: Opa blendete uns im Tal mit einem Spiegel – wenn wir ihn zurück blendeten, wusste er, dass wir oben angekommen sind.


Für dieses Freiheitsgefühl muss man aber erstmal hinaufsteigen, denn ohne Fleiß kein Preis.
Gut, dass es zahlreiche Gipfelwanderungen gibt, bei denen uns schon die Seilbahn ein Stück des Weges erspart.
Aber egal auf welche Art wir den Gipfel erklimmen, das Gefühl ganz oben anzukommen, ist jede Anstrengung wert. Der Blick auf den Horizont, der uns daran erinnert, dass unsere Erde tatsächlich eine abgeplattete Kugel ist, lässt uns nochmal bewusst werden, wie hoch oben wir tatsächlich stehen.


Gipfelerlebnisse Das sollte auf deine Gipfel-To-Do-Liste


"Echo" gegen eine Bergwand rufen

Eine Gipfeljause genießen

Frischen Kaffee am Gipfel kochen

Sonnenaufgang am Gipfel erleben

Silvester am Berg verbringen

Eine Vollmond-Gipfelwanderung machen


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Der höchste Berg Österreichs, der Großglockner, bekam sein Gipfelkreuz im Jahr 1800.

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Es gibt generell mehr Gipfel als Berge da ein Berg einen Haupt- und mehrere Nebengipfel haben kann.

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Ja, Gipfelkreuze haben einen religiösen Hintergrund, dienten aber auch zur Markierung von Grenzen.

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Berge können nicht höher als 10.000 m werden, da sich ab dieser höhe jede Substanz verflüssigt.



Kartenansicht Ausgewählte Gipfelwanderungen


Gerzkopf (1.728 m)

Region Eben im Pongau

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Wetterkreuz (2.591 m)

Ötztal

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Steirische (2.459 m) und Lungauer Kalkspitze (2.471 m)

Schladming in der Region Schladming-Dachstein

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Gehrenspitze (2.367 m)

Olympiaregion Seefeld

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Schneeberg (2.075 m)

Wiener Alpen

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Gartnerkofel (2.195 m)

Region Nassfeld-Pressegger See / Lesachtal / Weissensee

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Diedamskopf (2.090 m)

Bregenzerwald

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Golzentipp (2.317 m)

Osttirol

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Krahberg (2.008 m)

Tirol West

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Großglockner (3.798 m)

Nationalpark Hohe Tauern

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Griesenkareck (1.991 m)

Flachau

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Ellmauer Tor (1.970 m)

Wilder Kaiser

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Widderstein (2.533 m)

Warth-Schröcken

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Gamskarkogel

Gastein

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Unsere Top 5 Besondere Gipfel­wanderungen

Österreich – das Land der Berge – hat unzählige Gipfel, die es wert sind erwandert zu werden. Atemberaubende Ausblicke und das magische Freiheitsgefühl haben Wanderer schon auf vielen Gipfeln erlebt. Einige wenige dürfen aber aus der Masse hervorgehoben werden, denn sie haben für die Wandernden noch mehr zu bieten. Diese Gipfel sollten also auf jeden Fall auf eurer Wanderliste stehen.



Gerzkopf (1.728 m) Region Eben im Pongau

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Diese Wanderung geht durch das Natur- und Europaschutzgebiet und verspricht eine außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Der kleinen Bergsee “schwarze Lacke” lädt auf halber Strecke zu einer Rast ein, bei der die vielfältige Libellenfauna beobachtet werden kann. Hier erwartet uns am Gipfel kein Gipfelkreuz sondern eine Glocke. Leute sie bei deiner Ankunft bevor dir bewusst wird, was du von hier aus für einen sagenhaften Ausblick und sich das Gefühl von Freiheit in dir ausbreitet.

Tourenlänge: 3 Stunden

Besonderheiten: Glocke leuten, Ausblick, Naturschutzgebiet, Artenvielfalt, Bergsee


Wetterkreuz (2.591 m) Ötztal

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Wer sich für eine Wanderung auf das Wetterkreuz entscheidet, sollte sich mehr Zeit einplanen. Auf halber Strecke liegt nämlich das Knappenhaus, direkt am tiefblauen Pochersee. Hier lohnt es sich zu halten und das kleine Museum und das kleine Pochwerk zu begutachten. Es stellt die Geschichte der Bergwerkszeit im Wörgental dar und lädt zu einer kurzen Reise in die Vergangenheit ein. Danach geht es weiter – hinauf auf den Wetterkreuzkogel. Wie der Name es schon verrät, erwartet den Gipfelstürmer hier ein Wetterkreuz aus Holz. Ein Wetterkreuz symbolisiert den Wettersegen und soll vor Unwettern schützen.

Tourenlänge: 6 Stunden

Besonderheiten: Wandern in die Vergangenheit, Bergsee, Wetterkreuz, Ausblick


Steirische (2.459 m) und Lungauer Kalkspitze (2.471 m) Schladming in der Region Schladming-Dachstein

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Zwei Gipfel an einem Tag! Ausgehend von der Ursprungalm geht es zuerst auf die Steirische Kalkspitze. Der Gipfel liegt genau zwischen der Steiermark und Salzburg. Genießt den Ausblick hier, denn auf der Lungauer Kalkspitze ist er nicht mehr der Selbe. Der zweite Gipfel, die Lungauer Kalkspitze ist der einfachere Aufstieg – der anstrengendste Teil ist also geschafft. Die Anstrengung auf beide Gipfel zu steigen lohnt sich – denn bevor es wieder Richtung Ursprungalm geht, geht es vorbei an den Giglachseen, die auch schon von oben zu sehen waren.

Tourenlänge: 6 Stunden

Besonderheiten: Giglachseen, Zwei Gipfel an einem Tag


Gehrenspitze (2.367 m) Olympiaregion Seefeld

Puittal - Leutasch, Seefeld TVB Seefeld

Die Gehrenspitze wirkt so mächtig und motiviert daher umso mehr zum Aufstieg. Mit etwas Glück und einem geschulten Blick, kann man Gämse und Murmeltiere beobachten, die hier ihren Lebensraum haben. Am Gipfelkreuz angekommen, ist es möglich sich im Gipfelbuch zu verewigen und zu schmökern, wer hier vorher schon gewesen ist.

Tourenlänge: 6 Stunden

Besonderheiten: Gämse, Murmeltiere, Gipfelbuch, Panorama


Schneeberg (2.075 m) Wiener Alpen

Wandern am Schneeberg Wiener Alpen in Niederösterreich Tourismus

Gestartet wird die Tour auf 1.800 m, bei der Bergstation Schneebergbahn, und geht bis zum Gipfel – auf das Klosterwappen. Alternativ kann auf die Seilbahn verzichtet werden und ihr könnt schon von Puchberg losmarschieren. Hier kann man einmalig eine Wanderung mit Kunst verbinden – besucht die höchste Gallerie Österreichs, die „TOP ART 1800“-Galerie, direkt bei der Bergstation. Weiters kann das Elisabeth Kircherl besucht werden, dass Kaiser Franz Josef der I. erbauen ließ. Mit etwas Glück findet dort vielleicht sogar gerade eine Hochzeit statt. Aber jetzt geht es dann endlich hinauf auf das Klosterwappen, wo man von einem herrlichen Ausblick in Empfang genommen wird.

Tourenlänge: 2,5 Stunden

Besonderheiten: Kunst, Geschichte, Panorama


Ohne Anstrengung ganz hoch hinauf Leicht zu erwandernde Gipfel

Um ganz oben am Gipfel stehen zu können,  ist im Normalfall erstmal ein anstrengender Fußmarsch erforderlich. Tja, das muss aber nicht immer der Fall sein. Österreichs Wanderdörfer ermöglichen es jedem – ob jung oder alt, Extremsportler oder gemütlicher Spaziergänger – das unglaubliche Bergpanorama erleben zu können. Hier haben wir 4 Gipfel für euch, die auch ganz gemütlich erwandert werden können.

 



Gartnerkofel (2.195 m) Region Nassfeld-Pressegger See / Lesachtal / Weissensee

Am leichtesten und schnellsten kommt man mit der Seilbahn “Gartnerkofelbahn” Richtung Gipfel. Dafür fährt man mit dem Auto bis zur Talstation Gartnerkofel, wo es mit der Seilbahn hinauf auf die Bergstation Gartnerkofel geht. Von dort aus erreicht man den Gipfel in nur 30 Minuten.


Diedamskopf (2.090 m) Bregenzerwald

Ein Gipfel, der für jeden etwas bietet. Ausgehend von der Bergstation Diedamskopf (2.050 m) ist es bis zum Gipfel nicht mehr weit – in nur 15 min erreicht man das Gipfelkreuz auf 2.090 m Seehöhe. Ein 360° Panorama mit Blick auf den Bodensee erwartet die Gipfelstürmer.


Golzentipp (2.317 m) Osttirol

Ebenfalls mit Seilbahnunterstützung geht es von Obertilliach hinauf auf zur Connyalm auf 2.095 m. Vorbei am Laba-Speichersee und am Jochsee geht es am Karnischen Höhenweg weiter in Richtung Gipfel. Nur 1 Stunde Gehzeit für einen eindrucksvollen Blick auf den Großglockner, die Dolomiten und die Hohen Tauern.


Krahberg (2.008 m) Tirol West

Barrierefrei auf 2.208 m Seehöhe – mit der Venetbahn. Für den perfekten Gipfelmoment ist kein Fußmarsch notwendig. Kleine und größere Wanderungen sind aber möglich, bevor man sich in der Venet Gipfelhütte kulinarisch verwöhnen lässt. Ein kleines Highlight direkt am Krahberg ist die Gegenwartskapelle.


Noch mehr Seilbahnwanderungen


Mit einem Guide die Berge erklimmen Geführte Gipfel­wanderungen

Mit einem Bergführer den Gipfel zu erklimmen hat zahlreiche Vorteile. Er kennt den Berg wie seine rechte Hosentasche und kann auch den geübtesten Wanderern noch einiges beibringen. Auf den Großglockner wird man keinesfalls ohne Guide gehen. Aber auch jede andere Gipfelwanderung kann mit einem Bergführer einfacher, lehrreicher und interessanter sein.


Geführte Gipfelwanderungen in Österreichs Wanderdörfern Unsere Auswahl

Wer sich dazu entscheidet seine Gipfeltour mit einem geschulten Bergführer zu planen, hat auf mehreren Ebenen gewonnen. Die Guides in den Regionen kennen die schönsten Aussichtsplätze in den Bergen, die urigsten Hütten mit kulinarischen Köstlichkeiten und wissen über die Pflanzenarten und Bergkräuter bestens Bescheid. Außerdem erfahren die Wanderer Wichtiges und Interessantes zum Wandern an sich und erhalten im besten Fall noch weitere Tipps für die restlichen Urlaubstage.

Bestimmte geführte Wanderungen werden meist sogar einmal pro Woche kostenlos angeboten. Für diejenigen, die lieber unter sich sind und nicht in Gruppen wandern möchten, gibt es ebenso genügend Angebote. Für das volle Bergerlebnis sollte man ein solches Angebot im Wanderurlaub in jedem Fall einmal in Anspruch genommen haben.

Alle Infos zum geführten Wanderprogramm erhält ihr auf den jeweiligen Webseiten der Regionen.

Ötztal-Seenplatte, © Marc Fessler


Was du sonst noch zum Gipfelwandern brauchst


Etwas Lustiges zum Abschluss Die lustigsten Gipfelnamen in Österreich


Frau am Wanderweg 2, Montafon (c) Lennart Voß
Die lustigsten Gipfelnamen

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